Die Bundesregierung plant schärfere Gesetze gegen illegalen Datenhandel - bis Jahresende. Das Tempo überrascht.
Es gab kaum einen Grund, sich viel zu erhoffen von diesem Datenschutz-Gipfel. Schon bei der Einladung aus Anlass der jüngsten Skandale hatte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble gesagt, dass er, was die Gesetzgebung angeht, keinen Reformbedarf sieht. Der Gipfel schien eine Show-Veranstaltung zur Beruhigung der Gemüter zu werden. Umso erstaunlicher ist, dass nun tatsächlich etwas herausgekommen ist.
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Bundesinnenminister Schäuble will die Daten der Bürger besser schützen. (© Foto: dpa)
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Nach dem Treffen mit Kabinettskollegen und Datenschützern stellte Schäuble am Donnerstag ein ganzes Paket an Maßnahmen vor. Die wichtigste davon ist sicher die, dass Adressdaten künftig nur noch mit Erlaubnis des Betroffenen weitergegeben werden dürfen.
Das allerdings hatten fast alle Experten im Vorfeld gefordert, insofern wäre es ein Witz gewesen, wenn man sich nicht darauf geeinigt hätte.
Doch überraschenderweise ist das nicht alles. Diverse weitere Vorschläge sollen nun in einer Arbeitsgruppe auf ihre Machbarkeit untersucht werden. Darin könnte man zwar einen Haken sehen, weil womöglich wieder mal etwas in eine Arbeitsgruppe verlagert wird und am Ende nichts herauskommt. Doch danach sieht es nicht aus. Schon im November soll ein Gesetzentwurf der Regierung vorliegen. Das ist zu knapp bemessen, um darauf zu hoffen, dass der Skandal um Millionen illegal gehandelter Kontodaten bis dahin vergessen ist.
Der straffe Zeitplan und der konkrete Auftrag an die Arbeitsgruppe könnten daher ein gutes Zeichen sein: Vielleicht hat der Minister, der sonst oft unwirsch auf Bedenken von Datenschützern reagiert, tatsächlich eines erkannt: Das schwindende Vertrauen der Bürger in die Sicherheit ihrer Daten ist ein ernstes Problem.
(SZ vom 5.9.2008/vw)
Der bemühte HerrSchäuble zeigt mit Lehrerhaften Blick auf die Anderen - die privaten Datensammler und Verwerter. Er hofft wohl, daß niemand nachfragt, wo denn "seine" Daten gespeichert sind. Die Medien springen fröhlich und unbekümmert auf und "feiern" schon mal einen Sieg, obwohl die Verbindungsdaten welche anlasslos verpflichtend in privaten Händen (Telekommunikationsanbieter) seit Anfang diesen Jahres gespeichert werden müssen, null gesichert sind. Da kann jeder Admin drauf zugreifen, wie man im Telekom-Skandal ja gesehen hat. Verschärfend kommt hinzu, daß diese Daten extrem begehrt sind. Anstatt endlich Nägel mit Köpfen zu machen und DatenVERMEIDUNG gesetzlich vorzuschreiben, wird nur mit dem Finger auf andere gezeigt!
Für mich weiterhin: Pfui, Schäuble, pfui - wasch' Dir erst mal selbst die Hände.
...was er für seine Sicherheits-Vorstellungen (und jener im Hintergrund!) benötigt! Na gut, bis auf die Verfügung über Bundeswehr-Einsätze im Inneren...
Dennoch: Da kann man sich, wie hier offensichtlich geschehen, schon mal generös geben...
Was NACH JAHRZEHNTEN und ungezählten Mahnungen überrascht: Datenschützer werden ernst genommen! Aber ob diese Aufmerksamkeit Bestand hat angesichts des Schäublensches Sicherheitswahns? Ich hege da so meine Zweifel...
Hat der Herr Schäuble nicht schon genug angerichtet ? " Der Weg war lang , der Weg war schwer , doch helfen tut es nun Keinem mehr !
Dann sollte auch die gigantische Adressen-, und Datenschieberei , die Tagtäglich im Internet stattfindet einmal ganz deuitlich unterbunden werden !
Denn was da abgeht bei den Adressenhändlern ist ja sagenhaft. Macht man bei einem Gewinnspiel mit hat man nachher xx sogenannte " PARTNER " am Hals !
Diese Machenschaften gehören ebenfalls unterbunden. Jeder der Name , Adresse , persönliche Daten an eine andere Person , Firma weitergibt sollte mit einer schriftlichen Erklärung mit eigenständiger Unterschrift nachweisen daß er dies darf und daß dies von jeder Person so gewollt ist. Das sogenannte " Häkchengeschäft " gehört ganz deutlich auch untersagt , verboten und unter drastische Strafen gestellt !
Denn was da an Millionen von Daten gehandelt und vertrieben wird ist ja sagenhaft und kann bei einem neuen Datenschutzgesetz wohl nicht unter den Tisch gekehrt werden !
Der Ablauf beschreibt das Kardinalproblem der CDSU. Obwohl absehbar, muß es erst zum GAU kommen, bevor die Vernunft das Handeln lenkt. Und das betrifft alle Themenfelder: Bildung, Armut, Integration, Rente, Steuern, Wirtschaft, Außenpolitik etc. Ursache dafür ist, daß die CDSU der Lobbyclub der Profiteure ist.
Dann sollte aber auch der Staat, der ja der größte Datensammler ist (u.a. Kontenabfrage, Abgelstungssteuer und diverse als Anti Terror Gesetze getarnte Gesetze) auch den Bürger informieren wenn die Daten zwischen den Behörden verschoben werden, (oder z.B. auch an die GEZ weitergegeben werden)
Derzeit scheint es nach dem Prinzip zu laufen, ich "staat" darf alles alle anderen nicht
Paging