Die Rundfunkgebühr für internetfähige PCs wird nicht gekippt: Das Bundesverwaltungsgericht hält die Abgabe für rechtens - eine Zukunft hat sie allerdings nicht.
Nach zahlreichen unterschiedlichen Urteilen herrscht nun Klarheit: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die Rundfunkgebühr für Computer bestätigt. Mit drei am Mittwoch verkündeten Urteilen wies es die Klagen von zwei Rechtsanwälten und einem Studenten ab.
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Mit dem Urteil zur Rundfunkgebühr für Computer geht ein langer Rechtstreit zu Ende. (© dpa)
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Ohne Erfolg hatten sie argumentiert, sie würden ihren Computer nicht zum Radiohören nutzen. Die Gebühr von monatlich 5,76 Euro wird seit 2007 für internetfähige PCs und Handys erhoben, wenn im selben Haushalt oder Betrieb kein anderes Gerät gemeldet ist.
Gerade Unternehmen waren häufig gegen die PC-Abgabe vorgegangen: So hatte beispielsweise ein Optikunternehmen vor dem Gießener Verwaltungsgericht gegen die Gebühr geklagt. Weil es in bundesweit 650 Filialen Computer geschäftlich nutzt, hätte die Computerabgabe von 5,52 Euro monatlich pro Filiale zu einer jährlichen Belastung von 43.000 Euro geführt - für eine Leistung, die nach Angaben des Anwalts nicht in Anspruch genommen wurde. Das Gericht gab dem Unternehmen damals recht.
Die deutschen Gerichte hatten seit der Einführung der PC-Abgabe 2007 allerdings unterschiedlich geurteilt: Während die Verwaltungsgerichte in Bayern und Nordrhein-Westfalen Computer tendenziell zu den Rundfunkempfangsgeräten rechneten, entschieden die Richter in Berlin und Hessen meist, dass die GEZ nicht grundsätzlich davon ausgehen könne, dass ein Computer auch zum Empfang von "Rundfunkdarbietungen" genutzt wird.
Das jetzige Gebührenmodell gehört allerdings sowieso bald der Vergangenheit an: Vergangene Woche einigten sich die Ministerpräsidenten der Länder auf ein neues Modell. Ab Januar 2013 wird die Rundfunkgebühr dann nicht mehr von jeder Person und für jedes Empfangsgerät erhoben, sondern per Haushalt abgerechnet. Hier wird künftig der Hauptmieter zur Zahlung verpflichtet.
Auch neue Regelung umstritten
Dann soll es auch keinen Unterschied mehr machen, ob und wie viele Fernseher, Radios oder Computer in der Wohnung zu finden sind - die häufig kritisierten "GEZ-Schnüffler" werden somit überflüssig.
Der neue Betrag soll nicht über der bisherigen Gebühr von 17,98 Euro liegen, die derzeit für einen Fernseher fällig werden. Unternehmen sollen abhängig von der Zahl der Beschäftigten belastet werden, Firmen mit bis zu acht Beschäftigten sollen nur ein Drittel der Summe zahlen.
Allerdings dürfte es auch hier zu Klagen kommen, da Kritiker das Gleichheitsprinzip verletzt sehen, das in Artikel 3 des Grundgesetzes verankert ist: Werden beispielsweise Hauptmieter benachteiligt, weil sie die Haushaltsabgabe zahlen müssen, während Untermieter dieser Belastung entgehen? Das Thema Rundfunkgebühren dürfte die Gerichte deshalb nicht zum letzten Mal beschäftigt haben.
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(sueddeutsche.de/AFP/joku/mri)
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Fein. Ich hätte es nicht anders erwartet, denn der Staat hat ja eine vitale Interesse daran seine Propagandaorgane zu finanzieren. Nicht einmal in dem Ostblock hat sich der Staat erdreistet, für Rundfunkgeräte, die man nicht hat, Gebühren zu erzwingen.
Nur nebenbei: Deutschland ist, neben Frankreich, weltweit der einzige Staat, der Rundfunkgebühren kassiert.
Für mich ist es ein Armutszeugnis für die Demokratie.
Na dann werde ich doch mal gleich Kindergeld beantragen.
Habe zwar keine Kinder, aber die Vorrichtung, die mich dazu befähigt, welche zu bekommen.
Abgaben sind notwendig. Der Staat ist eine Gemeinschaft von der in ihm lebenden Menschen. Er nimmt übergeordnete Aufgaben wahr wie Infrastruktur, soziale Absicherung und innere wie äußere Sicherheit.
Das macht der deutsche Staat nicht perfekt, aber auch nicht herausragend schlecht. Ich bin gerne bereit, dafür meinen Beitrag zu leisten.
Was mich ärgert sind die verschiedenen, intransparenten und teilweise sehr unsinnigen Sonder- und Zusatzsteuern, die erhoben werden, um das Verhalten der Bürger zu kontrollieren und nicht, um die Ausgaben der Gemeinschaft zu decken!
Allein für die Gesundheit bezahle ich an drei verschiedenen Stellen. Mit meinem Gehalt, dann kam die Praxisgebühr, dann die Medikamentenselbstbeteiligung und jetzt noch die Zusatzbeiträge.
GEZ für Mediennutzung, Lohnsteuer, Rentenbeiträge, Soli, Arbeitslosenversicherung, ...
Es sollte eine einzige Abgabe auf jeden Euro geben, der den Besitzer wechselt, egal wie. Diese Abgabe muss alle Aufgaben des Staates decken, kann ggf. erhöht oder gesenkt werden.
Einfach, gleich, gerecht!
Wie bekannt ist Kurt Beck (SPD) vorsitzender des Deut. Medienrates trägt für diesen GEZ Unsinn die Verantwortung.
Nachdem auch unbescholtene Bürger und Unternehmen kräftig abkassiert werden können, kann auch endlich noch mehr Geld für Gage an Moderatoren bezahlt werden.
Endlich sind Gagenerhöhungen für Maischberger, Gottschalk, Lanz, Anne Will, H. Schmidt wider möglich. Denn die bisherigen Gagen zw. 6.000.000,-- und 15.000.000,-- p.a. sind und waren will zu niedrig.
also ich würde nie auf die idee kommen, gez gebühren zu bezahlen. ich gebe doch nicht 20 euro im monat für volksmusik, seifenopern und seichte unterhaltungsshows aus. wenn einmal im monat ein fußballspiel in der ard läuft schau ich mir das vielleicht an, aber das ist mir nicht 20 euro wert.
Paging