Wer steckt hinter honey.bunny77@hotmail.de? Wissenschaftler haben E-Mail-Adressen untersucht und festgestellt, dass die virtuelle Anschrift viel über den Charakter verrät.
Honey.bunny.77@hotmail.de ist eine kreative, experimentierfreudige und freizügige E-Mail-Schreiberin. Das glauben fast alle Menschen, wenn sie so einen Absender sehen.
Wer steckt hinter der E-Mail-Schreiberin honey.bunny.77? Befragte Personen schätzten sie anhand der virtuellen Adresse als kreativ ein. (© Foto: iStockphoto)
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Psychologen der Universität Leipzig haben im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass virtuelle Postadressen den ersten Eindruck maßgeblich beeinflussen. Eine E-Mail-Adresse verrate mehr über ihren Besitzer als nur den virtuellen Aufenthaltsort des Postfachs, sagt Mitja Back, Leiter der Studie. Er legte hundert Personen die E-Mail-Adressen von 600 Schülern im Alter zwischen 15 und 18 Jahren vor und ließ sie Persönlichkeitsmerkmale der ihnen unbekannten Personen hinter den E-Mail-Adressen einschätzen.
Gutmütige Menschen verstecken sich hinter Tiernamen
Die Testteilnehmer vermuten hinter Adressen mit Tiernamen oder Verniedlichungen gutmütige Menschen. E-Mail-Schreiber mit Adressen, die Wörter wie "king" oder "the best" beinhalten, würden vor Selbstbewusstsein strotzen und freizügige E-Mail-Adressen erwecken den Eindruck, man habe es mit einer narzistischen Person zu tun. "Wer einen Fantasienamen wie honey.bunny für seine E-Mail-Adresse wählt, wird eher als offen eingeschätzt", sagt Back. "Wer seinen echten Namen angibt und Punkt oder einen Unterstrich zwischen dem Vor- und Nachnamen einsetzt, wird als korrekt oder sogar als penibel empfunden, da er auf die genaue Trennung der Namen achtet". Auch die Wahl des Providers sage etwas über den Charakter aus. Wessen E-Mail-Adresse mit @t-online endet, werde als pflichtbewusst angesehen. Wer beim Provider Hotmail ist, sei offen für Neues und beeinflussbar. Wer die Domain ".de" wählt, wird von den Testteilnehmern als gewissenhafter eingeschätzt als E-Mail-Schreiber mit einer ".com"-Domain.
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- Mein Kollege sagt ... "Alles Liebe, deine Elke" 11.02.2008
- Mein Kollege sagt ... "Ups, vermailt" 21.04.2008
Rekord in Deutschland
Honey.Bunny einfallsreich? Vor allem wenn dann noch ne Nummer dahinter ist,gell. Z.B. honey.bunny264 oder honey.bunny476598467348967948. Jemand mit so ner Adresse würde ich höchstens als dämlich, langweilig, unintelligent und "depressiv narzisstisch" bezeichnen. Und diejenigen welche solche Wortkonstrukte noch toll finden als ebenso.
... da hat doch das Landesgericht Offenburg einfach den Auskunftsanspruch von Staatsanwaltschaft und Polizei gegenüber Provider mit Hilfe von Textpassagen aus der dem Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung ohne Richtervorbehalt begründet. Fantastisch!
Angesichts der tausenden ähnlich aufregenden Email Adressen mit Honey Bunny und anderen tollen Ideen muss man sich doch fragen was die Psychologen aus Leipzig denn als orginell oder einfallsreich bezeichnen. Vermutlich geben sie ihren Kindern so aussergewöhnliche Namen wie Kevin oder Ronni.
Und nebenbei, dass jemand der sich selbst als King oder Boss bezeichnet auch glaubt King zu sein ist doch eigentlich selbstverständlich...
Gegentest - würde man 100 Wissenschaftler mit den Eindrücken "geistesscharf", "brillant", "genial" und "neugierig" konfrontieren, würden sich wohl sicherlich ebenfalls 100% davon beschrieben fühlen.
Ob das stimmt oder nicht, daran läßt dieser neuerlicher "wissenschaftliche" Patscher natürlich eher wieder vermehrte Zweifel zurück...
Im Grunde sind wir Europäer des 21.Jahrhundert schon arm drann - einerseits möchte man uns den Glauben ausreden, andererseits läßt uns die Ersatzreligion Wissenschaft zunehmend im Trüben stehen, oder bietet gar unfreiwillige Komik.
Nee, jetzt ist die Zeit reif: Das GANZ PERSÖNLICHE Weltbild muss her. Der Mensch muss mündig werden, selber (nach-) zu denken beginnen, und kann sich schließlich auf alles seine eigenen Antworten machen, anstatt weiter auf solchen Firlefanz zu hören.
... und außerdem kenne wir ja alle den Unterschied zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung. Villeicht wäre honey-bunny nur gerne honey-bunny, ist aber in Wirklichkeit zu verklemmt dazu. Und "King" oder andere Beweihräucherungsadressen zeugen vielleicht mehr von mangelndem Selbstwertgefühl, denn sonst bräuchte man diese billige Protze nicht. Vielleicht ist es aber ganz anders. Vielleicht liegen die Psychologen wieder mal ganz flasch - und die Personaler sowieso..
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