Playboy digital Nackedeis auf Silberscheibe

Der Playboy hat das digitale Zeitalter erreicht. In den USA hat das Magazin angekündigt, seine sämtlichen bisher erschienen Ausgaben zu digitalisieren und auf DVD herauszugeben.

Das Männermagazin Playboy hat angekündigt das gesamte Foto- und Textarchiv der 636 Playboy-Ausgaben auf einer DVD-Kollektion herauszugeben. Die Serie soll aus sechs DVDs bestehen, die jeweils den Zeitraum eines Jahrzehnts beinhalten.

(Foto: Screenshot: sde)

Die ersten beiden DVDs sollen gemeinsam mit jeweils einem 200-seitigen Begleitbuch ab Oktober auf dem US-Markt erhältlich sein und 100 Dollar kosten. "Playboy hat zwar eine Website, aber so gut wie kein digitales Archiv, das der Rede wert wäre", begründet Lee Froehlich, Chefredakteur beim Playboy, das Vorhaben. Jede Playboy-Ausgabe soll für die DVD-Serie Seite für Seite eingescannt werden.

Das Wall Street Journal hält nicht viel von der Scan-Methode und glaubt, dass der Versuch des alternden Magazins eher einer altmodischen Zeitmaschine als einem technologischen Durchbruch gleiche. Mit Playboys Digitalisierungsprojekt wurde Bondi Digital Publishing beauftragt, das ein ähnliches Projekt für das Magazin The New Yorker umgesetzt hat.

Allerdings nicht ohne Kritik. Anwender bemängelten die Suchfunktionen der im Herbst 2005 auf den Markt gekommen digitalen Version von The New Yorker. Playboy und Bondi versprechen diesmal bessere Suchfunktionen.

Ob die DVD-Kollektion auch nach Europa kommt sei bislang noch nicht klar. Für den deutschen Playboy, der von Burda herausgegeben wird, sei derzeit zumindest nichts Derartiges geplant, heißt es aus dem Verlag. Der Playboy hat in den USA, wie viele andere Printmedien auch, mit sinkenden Werbeinnahmen und Auflagen zu kämpfen. Die Auflage beläuft sich stabil bei drei Millionen. Während seiner Hochzeit in den 70er Jahren waren sieben Millionen Playboy-Exemplare im Umlauf. Dennoch ist Hugh Hefner optimistisch, der ein Comeback der Marke Playboy zu erkennen meint.

Das Männermagazin "Playboy"

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