PC-Sicherheit Sieben Tipps gegen Computerviren

Attacken aus dem Internet können so manchen Rechner in die Knie zwingen. Diese sieben Tipps helfen dabei, den Computer zu schützen.

Von Uli Ries

Das Geld verdient die Firma Symantec zwar mit der Furcht von PC-Anwendern vor sogenannten Cyber-Angriffen und Schadsoftware.

Doch die Zahl, die der Chef des US-Sicherheitsherstellers, Enrique Salem, nennt, ist ebenso realistisch wie erschreckend: Ende 2011 wird der Cyber-Untergrund weltweit 150.000 verschiedene Viren, Würmer oder Trojanische Pferde auf das Internet loslassen - pro Tag.

Der Auftrag der meisten Schädlinge: das Stehlen von Daten, Benutzernamen, Passwörtern, Konto- und Kreditkartendaten. Mit anderen Worten: Alles, was sich auf dem Schwarzmarkt zu Geld machen lässt.

Unternehmen wie Symantec, McAfee, F-Secure, Sophos oder das in Deutschland angesiedelte Avira sehen sich einer gigantischen Flutwelle an immer neuen Schädlingen gegenüber.

Angesichts der Masse verliert der seit Jahren vorherrschende Erkennungsmechanismus der Antivirenprogramme seine Wirkung: In ihren Laboren sammeln die Hersteller die Schädlinge, analysieren sie automatisch und verpassen ihnen einen digitalen Fingerabdruck - die Signatur.

Siganturen: Verfahren überholt

Auf den PCs der Kunden gleicht der Virenscanner dann die Fingerabdrücke der auf dem Computer gespeicherten Programme, Word-Dokumente und PDF-Dateien mit denen aus der Datenbank ab.

"Das Verfahren ist überholt", sagt der deutsche PC-Virenexperte Andreas Marx. Es dauere zu lange, für die Unmenge an Viren Signaturen zu erstellen und zu verteilen. "Dazu kommt, dass viele Schädlinge inzwischen nur noch wenige Systeme befallen, so dass sie unter dem Radar der Virenlabore fliegen."

Viele Schädlinge existierten nur wenige Stunden auf infizierten Rechnern, bis sie durch neue Varianten ausgetauscht würden. "Diese Viren blähen dann die Datenbanken der Hersteller auf, sind aber in freier Wildbahn gar nicht mehr zu finden", so Marx weiter. Das Signaturverfahren habe sich damit quasi selbst abgeschafft.

Alle großen Antivirensoftware-Hersteller haben zwar längst schlauere Verfahren im Köcher. Doch auch die neuen Verfahren wie reputationsbasierte Analyse - der Scanner fragt bei unbekannten Dateien über eine Online-Verbindung ab, ob die Datei schon anderswo gesichtet wurde oder ob sie aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammt - sind kein Garant für schädlingsfreie PCs.

Um so sicher wie möglich zu surfen, müssen Anwender verschiedene Schutztechniken kombinieren und selbst für ein Mindestmaß an Hygiene auf dem eigenen Rechner sorgen.

Lesen Sie auf den nächsten Seiten sieben Tipps, die ihren Computer frei von Schadsoftware halten.