PC, Laptop oder Tablet? So finden Sie den richtigen Computer

Das Angebot an Computern ist heute so groß wie nie. Ausschlaggebend für die Wahl des Gerätes sollte sein, wofür es überwiegend gebraucht wird. Illustration: Stefan Dimitrov

Was sollen Sie kaufen? Einen normalen PC? Einen Laptop? Oder reicht nicht auch ein Tablet? Noch nie war die Gerätevielfalt so groß wie heute.

Ratgeber von Helmut Martin-Jung

Computer, früher waren das graue Kisten, die auf oder besser unter dem Schreibtisch Platz fanden. Und wer einen hatte, einen PC, musste sich schon ein bisschen auskennen. Denn so ein Rechner von damals zeigte auf seinem Monochrom-Bildschirm erst einmal nichts an außer "C:\", und dazu blinkte der Cursor. Die Sache mit der Maus und mit den bunten Symbolen gab es anfangs nicht, und tragbar wurden sie auch erst viel später.

Heute ist es zwar erheblich einfacher geworden, einen Computer zu nutzen. Doch dafür ist die Vielfalt riesig. Es gibt Desktops, Laptops, Tablets und alle möglichen Mischformen und dazu noch verschiedene Betriebssysteme. Doch welcher Computer ist der Richtige? Ein kleiner Ratgeber.

Desktop-Computer

Es gibt sie noch immer, die Kisten für unter den Schreibtisch. Aber warum sollte man sich einen solchen Desktop-Computer kaufen? Dafür gibt es tatsächlich eine Reihe guter Gründe. Am häufigsten holen sich passionierte Computerspieler ein solches Gerät. Es gibt zwar auch Gaming-Laptops, aber die sind teuer und können meist nicht oder nur schwer aufgerüstet werden. Bei einem PC dagegen lassen sich die meisten Teile austauschen, zum Beispiel, wenn die Grafikkarte an ihre Grenzen stößt. Desktops halten meist auch länger als Laptops. Und es lassen sich Zusatzgeräte wie etwa ein TV-Empfänger, einbauen. Auch wer nicht spielt, aber aufwendige Rechenaufgaben zu erledigen hat, wie etwa beim Videoschnitt in hoher Auflösung, freut sich über ein potentes Gerät.

Allerdings brauchen die meisten Desktops mehr Strom als Laptops. Deren Technik ist auf geringen Stromverbrauch optimiert. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wofür ein PC hauptsächlich gebraucht wird. Einfachere Geräte tun es nämlich zum Surfen, Schreiben und Mailen ganz genauso, sind aber leiser und sparsamer. Was zum Beispiel daran liegt, dass für die Grafikdarstellung keine eigene Zusatzkarte nötig ist, weil eine Grafikeinheit auf dem Hauptchip das energiesparend mit erledigt. Das heißt dann aber auch: Die meisten PC-Spiele laufen darauf aber nicht oder nicht richtig.

Und - ein Vorteil, der so klar auf der Hand liegt, dass man oft nicht daran denkt: Computer und Monitor sind getrennt, ein neuer, anderer, zweiter Monitor lässt sich problemlos anschließen.

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Laptops

Auch bei Laptops ist es gut zu wissen, wozu man sie überwiegend einsetzen wird. Es gibt sie nämlich von klein und leicht bis groß und schwer. Wer Laptops hauptsächlich unterwegs nutzt, sollte darauf achten, dass das Gerät nicht zu schwer ist und dass der Akku lange durchhält. Nutzt man ihn fast nur zu Hause, darf es ruhig auch ein größerer sein. Wichtig in beiden Fällen: Die Tastatur und die Anzeige. Wie Erstere reagieren sollte, ist auch Geschmackssache, ist sie zu wabbelig oder biegt sich in der Mitte durch, stört das aber immer. Wichtig für Unterwegs-Nutzer: Der Bildschirm sollte sich hell genug aufdrehen lassen, sonst wird die Arbeit in einer helleren Umgebung zur Qual. Microsofts Betriebssystem Windows unterstützt seit der Version 8 berührungsempfindliche Bildschirme - ob man das bei klassischen Laptops mit integrierter Tastatur und Touchpad unbedingt braucht, sei dahingestellt.

Die Preise von Laptops hängen vor allem von den verbauten Komponenten ab. Höhere Bildschirmauflösungen, schnellere Prozessoren und flache Bauweise treiben den Preis in die Höhe. Wer will, kann einen externen Monitor und eine Tastatur anschließen - es gibt auch für Consumer-Geräte USB-Dockingstationen, sodass mit einem Stecker Maus, Tastatur und Monitor mit dem Laptop verbunden sind.