Wer einen neuen Computer kauft, bekommt die vorinstallierte Software gleich mitgeliefert. Ein Kunde klagte gegen diese Praxis - und bekam Recht.
Antoine G. hatte es versucht. Mehrmals. Hatte versucht, sich seinen Wunschcomputer, ein Notebook des Herstellers Acer, ohne die darauf vorinstallierte Software zu beschaffen. Schließlich bestellte er im Sommer 2006 das Gerät mit dem Softwarepaket bei einem Online-Versand und wandte sich anschließend an die Herstellerfirma.
Auf den meisten Rechnern ist bereits Software vorinstalliert (© Foto: dpa)
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Doch die bot ihm als Entschädigung dafür, dass er weder das vorinstallierte Windows XP noch andere ebenfalls schon eingerichtete Software zu nutzen gedachte, einen Betrag von 30 Euro an. Viel zu wenig, fand Antoine G., er klagte. Das Verfahren zog sich fast ein Jahr hin, doch nun bekam G. das schriftliche Urteil zugestellt und darin fast in allen Punkten recht: Der Richter in Puteaux (Großraum Paris) verurteilte den Computerhersteller dazu, nicht nur 311,85 Euro für die nicht genutzte Software und deren Deinstallation zu bezahlen, sondern auch 500 Euro Schadenersatz sowie weitere 150 Euro für einmalige Kosten, die dem Kläger entstanden. Die Kosten des Verfahrens muss der Hersteller ebenfalls tragen.
Gängige Praktiken
Der Fall, wegen des geringen Streitwertes nur vor einer Juridiction de Proximité verhandelt, dem niedrigsten der französischen Gerichte, wäre kaum weiter erwähnenswert. Aber er wirft wie auch schon einige andere davor ein wenig Licht auf gängige Praktiken im Computermarkt. Es geht um die Bündelung von Computer-Hardware und Software - ein Paket, das der durchschnittlich versierte Kunde kaum aufschnüren kann und dessen wirkliche Kosten er kaum zu durchschauen in der Lage ist.
Das fängt bei Software an, die beim neu gekauften Computer vorinstalliert ist und sich gut auf der Zubehör-Liste macht, oftmals aber nur ein Ärgernis ist. Die Software frisst Speicherplatz und wer sie loshaben will, muss sie mühsam deinstallieren. In vielen Fällen sind sogar nur begrenzt lauffähige Testversionen aufgespielt. Was aber nützt ein Anti-Viren-Programm, dessen Lizenz schon nach einem Monat abläuft, sodass man, um weiter die elektronischen Steckbriefe aller akuten Bedrohungen herunterladen zu können, schon nach vier Wochen wieder ins Portemonnaie greifen muss?
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- Microsoft Zurück auf XP 24.09.2007
- Datensicherung Rettung im staubfreien Raum 08.08.2007
Christopher Lee zum 90.
'...Fair fände ich wenn ich mir einen Rechner kaufen könnte und mein Händler mir die diversen BS anbieten würde und ich dann entscheide, welches BS ich haben möchte - das wäre Wettbewerb....'
Dass dem nicht so ist, liegt sicher an den Knebelverträgen, die Micro$oft den Händlern anbietet: Willst du OEM-Lizenzen von Windoof verkaufen, dann musst du 'dies und das' und darfst nicht 'dies und das', sonst hast du andere(in der Regel viel höhere) Preise.
In Deutschland unter dem Begriff bekannt: 'Friss oder stirb!'
Warum sich die deutschen Bürger nicht dagegen wehren ist mir allerdings ein Rätsel.
Ich persönlich habe einen Mac und fahre Linux. Natürlich habe ich auch MacOS X und WindoofXP installiert, aber eher für Servicezwecke an den PCs meiner Freunde und Bekannten. ;o).
Zum Glück habe ich mindestens einmal in München zu tun. Die 'Computermeile' (Schillerstr/Schwanthalerstr) gibt mir die Auswahl und die Preise, einen PC selber aufzubauen ohne einen nennenswert höheren Preis gegenüber den 'Schnäppchen-Angeboten' berappen zu müssen. Dementsprechend hat in meiner näheren Umgebung fast jeder, der mich als PC-Service 'missbraucht' in der Regel Linux auf seinem (von mir zusammengebastelten) Rechner. ;o)
Allerdings darf man nicht vergessen, dass die meisten PC-User weder die Kenntnisse noch das Interesse haben, sich näher mit dem Thema zu befassen. Die wollen ihre eMails lesen, ihre Mp3-Files auf dem Mp3-Player laden, die Photos von der Digital-Kammera ansehen oder ausdrucken, fertig. Aber die Technik, die dahinter steckt ist nicht wichtig. Wie bei einem Fernseher oder einer Stereo-Anlage ...
Übrigens ist bei www.heise.de eine Anleitung, wie man aus jeder Recovery-CD ein Vollwertiges Windows machen kann. ... wenn es denn unbedingt sein muss... ;o)
also ich habe meine computer immer nackig gekauft, das gewünschte Linux kann ich selbst installieren.
Mich ärgert nur, dass die Franzosen und die Italiener sowas ohne Probleme durchziehen können. Bei uns dauert das sicher noch Jahre bis jemand auf den Gedanken kommt den Gang durch die Gericht zu beschreiten.
Ich kauf nur Rechner naggisch und ernte dann immer erstaunte Ausrufe, wie kann man nur auf Windoofs verzichten. Ich meine, ich helfe auch bei Windowssysteme und hab diese deshalb auch in meinem Bootmenue, aber ich muss es ja wohl nicht nutzen.
Warum gehen unsere Verbraucherschützer nicht dagegen vor. Fair fände ich wenn ich mir einen Rechner kaufen könnte und mein Händler mir die diversen BS anbieten würde und ich dann entscheide, welches BS ich haben möchte - das wäre Wettbewerb.
man kann schon davon ausgehen, dass es sich um die überteuerten Linux-Rechner von Dell um einen Fehler gehandelt hat, und es ist mehr als fraglich, ob ein einziger Kunde wirklich einen Aufpreis deswegen gezahlt hat. Aber so kommt es natürlich frisch und reißerisch daher...
Endlich traut man sich auch dieses Verdrängungsgebaren, an dem der wegen "Wettbewerbsverstößen" rechtskräftig verurteilte Konzern Microsoft nicht unbeteiligt sein dürfte, von Seiten der Judikative einen Riegel vorzuschieben.
Ein lange überfälliger Schritt in Richtung eines echten Wettbewerbs auf dem Betriebssystem-Markt.
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