Für internetfähige PCs wird vom 1. Januar 2007 an eine Rundfunkgebühr fällig. Von der Neuregelung ist allerdings nicht jeder Computernutzer betroffen.
Sitzungen der Ministerpräsidenten können manchmal richtig lustig sein. Zur Zeit tagen die Länderchefs im schönen Bad Pyrmont und hatten am Donnerstag morgen ein ernstes Medienthema auf der Agenda: die Rundfunkgebühr, die nun auch internetfähige Personal Computer einschließen soll, weil via PC Programme zu empfangen sind.
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Er sei dagegen, erklärte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU), schließlich habe er in seiner Jagdhütte auch ein Gerät. Ob er denn wohl eine Baugenehmigung für diese Hütte habe, scherzte die Runde zurück - sie hatte den Humor entdeckt.
Politisch hatte der Kieler Carstensen dann weniger Grund zum Lachen. Gegen den Widerstand Schleswig-Holsteins beschlossen die Länder die Einführung eine Rundfunkgebühr von 5,52 Euro für internetfähige Computer und Handys zum 1. Januar 2007 an - das entspricht der bisherigen Radiogebühr.
Weil online bislang keine Fernsehprogramme von ARD und ZDF direkt zu empfangen sind, sondern nur Radiokanäle, kamen die Verantwortlichen auf die Höhe der neuen PC-Gebühr. Der Zugriff auf Computerfreunde war schon 2004 beschlossen worden, jetzt folgt die Tat, die den Öffentlich-Rechtlichen in der digitalen Welt helfen soll. Vergeblich plädierte Carstensen für Aufschub der PC-Gebührenpflicht.
"Alternative Konzepte"
Allen Verantwortlichen aber ist klar, dass eine PC-Gebühr auf Dauer schwer vermittelbar ist. Schon fürchtet Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber generell um die Akzeptanz solcher Zahlungen. Und so beschlossen die obersten Medienpolitiker des Landes in Bad Pyrmont noch etwas - das bestehende System zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks soll überprüft, "alternative Konzepte" entwickelt werden. Ein entsprechender Auftrag ergeht an die Rundfunkkommission der Länder, die vom Mainzer Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) geleitet wird.
An einer Neuordnung führt kein Weg vorbei, sagt Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). Das alte Finanzierungssystem sei nicht zu halten, erklärt der amtierende ARD-Vorsitzende Thomas Gruber, die Liste von Ausnahmeregelungen sei immer länger geworden.
Gruber, Intendant des Bayerischen Rundfunks, hat Verständnis dafür, dass die Deutschen künftig nicht mehr jeden Monat Geld zahlen, weil sie ein Rundfunkempfangsgerät zuhause haben. Gegen die neue PC-Gebühr hatten in etliche Wirtschaftsverbände protestiert. Eine Klage ist anhängig.
Von der Zahlpflicht
Die Rundfunkgebühren, auch als GEZ-Gebühren bekannt, tragen zur Finanzierung aller Sender und Programme von ARD, ZDF und Deutschlandfunk bei. Die Öffentlich-Rechtlichen müssen finanziell so ausgestattet sein, dass sie den Verfassungsauftrag zur Versorgung der Bürger mit Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung erfüllen können. Nicht alle Gebühren landen jedoch bei den Sendeanstalten.
Ein Teil dient auch zur Finanzierung der Aufsichtsbehörden des Privatfunks, der Landesmedienanstalten - und ein weiterer Teil wandert in die Filmförderung. Auch die Inkassostelle GEZ, die die Gebühren einzieht, wird darüber finanziert. Das gesamte Gebührenaufkommen lag im Jahr 2005 bei rund sieben Milliarden Euro.
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DFB-Pleite gegen die Schweiz
Warum werden die *Öffentlichen* nicht durch Steuern finanziert wie in einigen anderen Ländern? GEZ wäre dann weg und auch viele Sonder- und Nebenreglungen. Das wäre wohl billiger und niemand bräuchte sich überlegen was denn nun angemeldet werden muss.
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Ich frage mich wirklich, was heutzutage in den Köpfen unserer Politikern sich abspielt... Wenn ich schon so was lese, wie unten von "exi" (mal wieder ein guter Beitrag zur Bürokratie unseres Landes, was wirklich noch die Ärmsten der Armen schikaniert) beschrieben, da ziehen sich falten in mein Gesicht. Wenn wir uns mal vor augen halten, das es Bevölkerungsschichten gibt die, die "fast" ausschließlich private Sender gucken (RTL, Sat1-Pro7 Medien AG) oder nicht mal deutsches Programm sondern nur ausländische Programme und vielleicht nicht mal eine Radio besitzen, wird hier dann eine Ausnahme gemacht? Nein und trotzdem muss an die GEZ Geld entrichtet werden. Meine persönliche Meinung ist, man sollte vielleicht mal ein bisschen mehr auf Gerechtigkeit sich hinbewegen und nicht weiter die Ungerechtigkeit fördern. Langsam wirds doch Unwirklich und Unrealistisch... Wovon ich noch gehört habe, um diese Gebühr zu entgehen, müsste man sich nur ein Internet Anschluss frei schalten lassen (meine ist bei der T-Com möglich, bin mir aber nicht sicher), wo genau diese Seiten bzw. Medien (TV Programme u. Öffentliche Radiostationen über Internet) gesperrt sind. Man hätte ja dann auch als Beweis von einer anderen Stelle (in dem Fall T-Com) einen Nachweis, dass man auf solche Medien gar nicht mehr Zugang hätte. Das wäre die beste Lösung und am besten sollte es das dann für den Fernseher auch gleich geben... so hätte man ein Problem weniger und trotzdem die gleichen Vorzüge. Denn ehrlich gesagt, kann ich auf die Sender wie ARD und ZDF schön pfeifen, wenn sie es schaffen durch massiges Geld in ihre Filmförderung im Abendprogramm Musikantenstadel oder Sabine Christiansen zu senden Da guck ich lieber N24 und hab das selbe, nur Informativer und selbstständigen Journalismus der nicht auf Panikmache aus ist so wie z.B. Frontal 21 und in den Werbepausen kann man es dann schön sacken lassen oder sich was zu trinken holen :-)
so sagt man in Bayern. Und, wie sieht das bei den öffentlich rechtlichen aus ?
Welche Einflussmöglichkeiten hat der Zuhörer/-schauer auf die Strukturen der Rundfunkanstalten, und für ihn viel interessanter, aufs Programm ? Da sieht es düsterer aus als bei schwärzesten Schwarzseher ! Der aber beruhigt sein Gewissen mit der Formel: Warum soll ich für Merkel- und Stoiber-TV bezahlen.
Mein Appell: Rechte für die Radiohörer und Fernsehzuschauer, wir sind das Volk !
Und die Finanzierung: Das wäre doch mal eine gelungene Idee für eine "Volksaktie".
ist es nicht eher so, dass bspw. der NDR und andere ARD Sender ihr Radioprogramm im Internet freiwillig anbieten, weil es tausende andere Stationen weltweit auch machen? Niemand zwingt die ARD dazu. Programme, die reginal begrenzt empfangbar sind haben einen anderen Stellenwert als das Internet.
Mit welchem Recht soll eine Minderheit die Gebühren tragen für ein Programm, das weltweit zu empfangen ist? Ich jedenfalls nicht...
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