Die betroffenen Kinder vernachlässigen Schule, Freunde und andere Interessen und leiden bei Entzug unter Nervosität, Unruhe, Verstimmungen und Aggressionen. Folgen des exzessiven Internetkonsums können zu wenig Schlaf, zu wenig Bewegung und Ernährungsmängel sein - denn das Essen wird zugunsten des Computers oft zurückgestellt.
Anzeige
Während die Symptome der Computersucht sich bei den meisten Betroffenen ähneln, legen junge Frauen und junge Männer inhaltlich unterschiedliche Verhaltensweisen an den Tag. Während Frauen sich hauptsächlich für Chats und Shopping-Portale interessieren, zieht es männliche Internetnutzer auf Pornoseiten und zu Actionspielen. Jungen, die an Online-Rollenspielen teilnehmen, zeigen oft die stärksten Verhaltensauffälligkeiten.
Anders als bei einer Drogenabhängigkeit wird das Hochgefühl bei der Internetsucht nicht von einer Substanz produziert, sondern durch soziale Erfolge. Im Internet ist es leichter, positive Erlebnisse zu erreichen. Im Netz seien sie wer, gaben jugendliche Online-Spieler den Suchtforschern zu Protokoll: "Dort habe ich das Gefühl: Ich kann Entscheidungen treffen, ich habe Macht." Ein Junge antwortete in einer Untersuchung über Computerspielsucht auf die Frage, warum er denn so oft vor dem Computer sitze: "Da kann ich meinen Vater siebenmal am Tag totschießen."
Mit zunehmender Gewöhnung müssen die Computersüchtigen die Dosis steigern, um den ersehnten Effekt zu erreichen. Manche Abhängige sind zehn Stunden in ihrer Freizeit vor dem Bildschirm und stellen sich nachts den Wecker, um ein Spiel weiterzuspielen. In solchen Fällen können Therapien helfen. Die wichtigste Anlaufstelle für Süchtige ist logischerweise im Internet zu finden, unter www.onlinesucht.de.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
(SZ vom 26.11.2007)
Ganz ehrlich. Wenn jemand seine Freunde in der Hauptsache im Netz sucht, hat dieser Umstand doch nichts mit Computersucht und dem möglichen beschriebenen Aggressionsverhalten zu tun.
Wie Anna Drabek völlig richtig schreibt, wird auch mit den virtuellen Freunden kommuniziert. Ich glaube auch, daß eine solche Kommunikationsform viel entspannter und vertrauter ablaufen kann als der tägliche Umgang mit den sogenannten Freunden aus Schule, Clique, Arbeitsplatz oder ähnlichem.
blablabla...gäähnn!
"Die Freunde existieren nur im Internet", heißt also nicht, sie existieren auch real, kommunizieren ab er über das Internet, oder?