Schlechte Umgangsformen: Wer Informationen mit elektronischer Post verschickt, schwindelt häufiger als in Briefen.
Elektronische Post verleitet offenbar weit mehr zum Schwindeln als herkömmliche Briefe. Darauf deuten Forschungsergebnisse hin, die Wissenschaftler bei einer Konferenz der Academy of Management im kalifornischen Anaheim vorstellten (Social Justice Research Journal, im Druck). Bei dem Experiment erhielten 48 Studenten je 89 Dollar. Sie sollten einem fiktiven Partner einen beliebigen Anteil abgeben.
Fast alle Teilnehmer einer Studie, die ihre Informationen per E-Mail weitergaben, logen. (© Foto: iStock)
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Einzige Bedingung: Sie mussten dem Empfänger mitteilen, wie groß der aufzuteilende Betrag war und wie viel sie ihm davon anboten. Ein Teil der Studenten sollte dies per E-Mail kommunizieren, die übrigen handschriftlich. Zuvor wurde ihnen gesagt, der Partner wisse nur, dass es um eine Summe zwischen fünf und 100 Dollar gehe, und er müsse das Angebot akzeptieren.
Das Ergebnis fiel deutlich aus: Fast alle Teilnehmer (92 Prozent), die ihre Informationen per E-Mail weitergaben, logen ihren Partner an. Sie nannten mit durchschnittlich 56 Dollar einen weit geringeren Betrag, als sie wirklich bekommen hatten, und behaupteten auch noch, sie würden mit 29 Dollar mehr als die Hälfte davon abgeben. Dagegen schrieben nur 64 Prozent derjenigen, die mit Stift und Papier hantierten, die Unwahrheit. Auch sie versuchten, freigiebiger zu erscheinen als sie waren, traten aber einen etwas höheren Anteil ab und blieben dichter an der Wahrheit.
Bislang wenige Regeln
Bei einer anschließenden Befragung gaben die E-Mail-Schreiber häufiger an, dass sie ihren Betrug für gerechtfertigt hielten. Je weniger sie sich dafür genierten, desto drastischer fielen ihre Lügen aus. Weitere Experimente zeigten, dass die Versuchsteilnehmer weniger logen, wenn ihnen mitgeteilt wurde, der Partner, mit dem sie teilen sollten, studiere an der gleichen Universität, als wenn sie glaubten, es handele sich um einen fremden Studenten.
Eine Ursache für den laxen Online-Umgang mit der Wahrheit könne sein, dass es für den E-Mail-Verkehr bislang weniger Regeln gebe als für traditionelle Briefe, vermuten die Autoren der Studie Charles Naquin von der De Paul University in Chicago, Terri Kurtzberg von der Rutgers University in New Jersey und Liuba Belkin von der Lehigh University in Pennsylvania.
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Urteil am Bundesverfassungsgericht
Geben keinem Amerikaner eonfach so Dein Geld, sonst ist der größte Teil einfach so verschwunden. :-)
Wie wahr
Das ist bestimmt gelogen.
:-)