Mails ganz ohne Betreffzeile hält die Expertin ebenfalls für nicht akzeptabel: "Der Betreff ist schließlich auch der Türöffner, der mit dazu beiträgt, dass sie schnell gelesen und bearbeitet wird", sagt Dressel. Tatsächlich habe sich das auch spürbar gebessert.
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Lästig und nach wie vor verbreitet sei dagegen die Unsitte, ganze Adressketten in das betreffende Adressfeld zu schreiben. Das sei nicht nur aus Datenschutzgründen bedenklich, sagt Dressel.
Schließlich werden auf diese Weise Dutzende von Mail-Adressen offengelegt. Es sei vor allem ein Problem, wenn einer der Empfänger einen Virus auf dem Rechner hat und sich dieser per Mail dann an die übrigen Angeschriebenen verbreiten kann. Im Geschäftsumfeld sei es besser, für solche Zwecke spezielle Serienbrief-Software einzusetzen, die dann jede Mail einzeln verschickt. Unhöflich sei außerdem, den Empfänger mit Datenmengen zu belasten, die an seine Kapazitätsgrenzen gehen.
"Speicherplatz ist nicht mehr das Thema wie vor zehn Jahren", sagt Martina Dressel. Viele Mail-Versender verleitet das zu völliger Ignoranz. "Die Anlagen werden immer umfangreicher." Eine gute Alternative sei häufig, schlicht einen Link zu verschicken - und in jedem Fall besser als einen grafisch hochgestylen Newsletter, der das Postfach verstopft.
Auch bei der Signatur am Ende der eigenen Mail ist Kürze gefragt: "Nur 5 Zeilen Text, aber 20 Zeilen Signatur, das geht gar nicht", sagt Prof. Plate. "Auch Ort und Straße samt Hausnummer gehören in eine einzige Zeile." Fehlen sollte die Signatur in keinem Fall - auch wenn das nach Beobachtung des Wissenschaftlers zunimmt.
"Dagegen sind digitale Visitenkarten überflüssig." Um einen professionellen Eindruck zu machen, sollten berufliche Mails auch immer vom Account am Arbeitsplatz verschickt werden.
"Private und geschäftliche Mails trennt man am besten strikt." Das hilft auch, arbeitsrechtlichen Ärger zu vermeiden: Viele Arbeitgeber erlauben die private Nutzung des Accounts schließlich gar nicht.
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(dpa, Andreas Heimann/mri)
Christopher Lee zum 90.
Der wahrscheinliche wichtigste Punkt kommt leider viel zu kurz, nämlich das korrekte Zitat. Viele Menschen beherrschen es einfach nicht, bei der Erstellung der Antwortpassagen diese unter die relevanten Stellen der Ursprungsmail zu platzieren und irrelevante Abschnitte zu löschen. Das erleichtert die Lesbarkeit deutlich und war lange Jahre die Norm, bis E-Mail in die breite Bevölkerungsmasse und vor allem die Unternehmen einzog, die dieses Stilmittel völlig ignorierten.
Als einzige Ausnahme lasse ich gelten, wenn sehr viele verschiedene Personen den Gesamtkontext einer Mail immer wieder neu erfassen müssen, z.B. bei mehreren Anfrage-Antwort-Runden an manch großen Kunden-Support.
Hier in Australien ist das auch etwas entspannter, aber das trifft eigentlich nur auf die Anrede zu. Das laeuft natuerlich immer per Vornamen.
Allerdings denke ich dass die anderen Regeln sehr wohl allgemeingueltig sind, auch in Australien.
Immer diese Etikette. Sich stundenlang überlegen zu müssen, wie man einen anredet (und den Namen schreibt, und ist der jetzt Dipl. Ing, Dr. oder Prof oder nix,sondern einfach ein sehr wertvoller Kollege ohne Titel?), fällt zum Glück in Finnland weg.
Die Signatur anhängen, obwohl man sich bereits kennt, ist auch mehr störend als nützlich.
Aber das Hauptärgernis ist meines Erachtens im Artikel ein wenig zu kurz gekommen: die unsitte alles klein zu schreiben in der hektikk vieletippppfehler zu produzieren und ohne punkt und komma zu schreiben sodas ess mühsam ssein kan denn inhalt zu erfassen
Zum Thema Signatur hätte man vielleicht auch die gesetzliche Vorschrift für E-Mails im "kaufmännischen Schriftverkehr" erwähnen können, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Signatur_(E-Mails_im_Geschäftsverkehr)#Inhalt_der_Signatur
Dann merkt man auch schnell: Ort und Straße mit Hausnummer in der gleichen Zeile, "das geht garnicht".