Zukunftsweisendes Experiment: Ein Microsoft-Projekt lässt die Bedienoberfläche von Smartphones oder Konsolen auf unsere Handflächen wandern.
Können wir künftig Mobiltelefone oder MP3-Player über eine Tastatur auf unserer Haut bedienen? Ein Projekt, über das der New Scientist berichtet, deutet in diese Richtung.
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Handfläche als Touchscreen: So könnte die Steuerung von morgen aussehen. (© Foto: chrisharrison.net, oH)
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Demnach haben Forscher der Carnegie-Mellon-Universität und Entwickler des Microsoft Research Labs eine Technik entwickelt, durch die ein Touchscreen auf die Haut projiziert wird. Ein Armband mit eingebautem Mini-Projektor kann eine Tastatur oder ein Menü auf dem Unterarm oder der Handfläche eines Menschen abbilden.
Tippt nun der Benutzer auf die Fläche, löst die Vibration von Haut, Knochen und Muskeln verschiedene akustischen Frequenzmuster aus: Diese können durch ein Programm entschlüsselt und dem Feld auf der entsprechenden Körperstelle zugeordnet werden. Neben des Fingertippens erkennt die Software auch Scrollbewegungen.
Tetris auf der Handfläche
Sowohl Projektor, als auch Sensor können im Armband untergebracht werden. Der Touchscreen soll auch funktionieren, wenn der Träger sich bewegt. Allerdings muss das Armband milimetergenau am richtigen Ort sitzen, da die Punkte auf der Tastatur sonst nicht der Schwingungsfrequenz der entsprechenden Körperstelle zugeordnet werden können.
In einem Video zeigen die Forscher, wie ein Nutzer über das Antippen seiner Handfläche Tetris spielt. Allerdings sieht der verkabelte Projektor noch etwas überdimensioniert für einen Oberarm aus.
Microsoft könnte die "Skinput"-Technik künftig für die Steuerung von Handys, aber auch für Spielekonsolen wie die Xbox nutzen. Bereits für Herbst hat das Unternehmen mit "Projekt Natal" eine Xbox-Steuerung angekündigt, die auf Gesten basiert, die über eine Webcam aufgenommen werden.
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(sueddeutsche.de/joku/beu)
Wirbel um Obama-Biographie
Lieber OxnoxO,
guter Hinweis - Johnny Chung Lee hat auf der Carnegie-Mellon-Universität seinen Abschluss gemacht und ist inzwischen - Sie ahnen es - bei Microsoft und in das Project Natal involviert. Neue Steuerungen scheinen ein Aspekt zu sein, der den Damen und Herren in Redmond am Herzen liegt. Ich bin gespannt, was da noch kommt im Laufe der nächsten Jahre.
Beste Grüße,
Johannes Kuhn, sueddeutsche.de
Johnny Chung Lee ist genial.
... der, mit einer einfachen Wii-Remote für knapp 30 EUR Straßenpreis ein erstaunliches solides Tracking zu bauen, welches so mach deutlich teurere Lösung blass aussehen lässt.
Die Neuerung beim hier vorgestellten Ansatz ist dagegen nur der eingesetzte Beamer - denn bei Chung Lee brauchte man noch einen großen, handelsüblichen Beamer um eine perspektivisch korrekte Projektion auf eine frei bewegliche Fläche zu realisieren oder eine Multitouch-Funktionalität zu realisieren, mit der man sogar kollaborativ an einer Art virtuellem Sketchboard arbeiten kann.
Die Grundlagenarbeit war aber damit bereits erledigt und die neuen Helden können auf diese Arbeit (sogar auf funktionierenden Quellcode) zurückgreifen und das teuer vermarkten.
Und sogar Chung Lee hat die vorhandene Technologie benutzt. Vor 15 Jahren gab es schon eine Tastatur, die man auf den Tisch oder eben auch auf die Haut projizieren konnte. Sie war einfach noch nicht reaktiv genug, um die Hardwaretastatur zu ersetzen.
... die Grundlagen schaffte ein Student mit einem Ninteno Wii.
Einfach mal nach Johnny Chung Lee und Nintendo Wii suchen.