Apple enttäuscht seine Kunden. Statt des iPhone 5 bringt der IT-Gigant nur eine schnellere Version des iPhone 4 auf den Markt. Erstmals deutet sich an, was lange Zeit für unmöglich gehalten wurde - das Ende der Apple-Erfolgssträhne.
15 Monate können lang sein. In der Mobilfunkbranche sind sie eine kleine Ewigkeit. Und doch hat sich Apple so lange Zeit gelassen, um seine iPhone-Produktpalette aufzufrischen.
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Entsprechend hoch waren die Erwartungen, doch was Marketing-Chef Phil Schiller am Dienstagabend deutscher Zeit präsentierte, ist gemessen daran eher enttäuschend. Nicht mit einem evolutionären iPhone 5 will Apple der zunehmenden Konkurrenz begegnen, sondern nur mit einer aufgebohrten Version des bisherigen iPhones 4, dem iPhone 4S.
Der neue Chef Tim Cook, der langsam und bedächtig sprach, aber kaum Begeisterung zu entfachen vermochte, übernahm die Einleitung und die Moderation, überließ es aber dem lebhafteren Schiller, das neue iPhone vorstellen. "Lasst euch nicht täuschen", sagte Schiller, "innen drin hat sich viel geändert."
Der Hinweis ist durchaus angebracht, vielen Spekulationen zum Trotz ist das iPhone 4S äußerlich kaum vom Vorgängermodell zu unterscheiden, enthält aber den vom iPad 2 bekannten leistungsstarken Prozessor sowie eine deutlich bessere Kamera.
Die höchste Gewinnspanne, doch wie lange noch?
Die Zeiten sind vorbei, in denen der Technikkonzern aus dem kalifornischen Cupertino die Handy-Branche vor sich hertreiben konnte. Die Allianz um den Rivalen Google verkauft inzwischen mehr Mobiltelefone als Apple. Wenn das neue Handy nicht ankommt, könnte die Erfolgssträhne von Apple sich dem Ende zuneigen.
Dafür könnte auch die neue Preispolitik sorgen. Das bisherige Flaggschiff iPhone 4 gibt es jetzt billiger und enen auch noch das 3GS. Apple mischt nun auch im mittleren Preissegment mit. Die deutschen Preise wurden noch nicht offiziell genannt, erfahrungsgemäß orientieren sie sich aber an denen der US-Versionen.
Apple-Mitgründer Steve Jobs hat zu Gold gemacht, was er anfasste. Der König Midas der IT-Branche hat den Musikspieler mit dem iPod neu erfunden, das Handy mit dem iPhone und den Tabletcomputer mit dem iPad.
Die Basis für den Ausflug in neue Felder war das Geschäft mit Computern, die Apple nun seit 35 Jahren herstellt. Zwar kommt Apple in Westeuropa noch immer gerade mal auf einen Marktanteil von sieben Prozent, der steigt aber stetig. In den USA liegt er schon bei knapp einem Viertel. Und der Konzern hat mit Abstand die höchste Gewinnspanne in der Branche.
Doch Jobs hat sich zurückgezogen. Er könne die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden nicht mehr wahrnehmen, erklärte er Ende August. Seine Krebserkrankung hindert ihn. Tim Cook übernahm. Er ist bereits seit 14 Jahren bei Apple-Veteran, arbeitete bislang aber eher im Hintergrund, wenn auch sehr effektiv. Produktvorstellungen von Jobs umgab die Atmosphäre des Magiers. Cook gilt als Mann der Praxis, und das zeigte sich auch bei seiner Präsentation. Sie war nüchtern, seine Strategie ist es auch.
Das iPhone gehorcht dem Besitzer
Mit dem neuen Gerät setzt Apple nicht auf eine spektakuläre Hardware, sondern auf die Integration seiner zahlreichen Dienste, mit dem neuen sprachgesteuerten Assistenten Siri als Tüpferl auf dem i. "Zeige mir eine romantische Pizzeria in der Nähe des Büros" - dank Spracherkennung und künstlicher Intelligenz gehorcht das Handy dem Besitzer aufs Wort.
Der digitale Butler Siri funktioniert auch auf Deutsch, der Stand der Software ist Beta, sie läuft aber schon erstaunlich gut, wie sich bei einem kurzen hands-on zeigt. Nur die Anbindung an die Faktensuchmaschine Wolfram Alpha, mit der die US-Version brilliert, funktioniert nicht. Wie bei ähnlichen Diensten von Google werden für die rechenintensive Spracherkennung und - interpretation Rechenzentren genutzt, der Butler braucht also eine Datenverbindung über wlan oder UMTS.
Apple hat sich das dafür nötige Wissen durch Übernahme des Startups Siri im vergangenen Jahr für 200 Millionen Dollar gesichert.
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Rekord in Deutschland
"Habe vor 3 Monaten ein Samsung Galaxy S II gekauft, welches nach nicht mal 2 Monaten nach Ankündigung eines noch stärkeren Galaxy S II nur noch einen Ramschwert hat. "
Funktioniert jetzt Ihr Galaxy S II nicht mehr, seit es das stärkere gibt, oder wie? Taugt es jetzt nur noch als Fleischklopfer anstatt zum Telefonieren?
Kann auch noch keinen Kaffee kochen
...nur mal soviel dazu wie Apple mit seinen Usern umspringt um "neue" Features an den Mann zu bringen
http://techcrunch.com/2011/10/04/the-original-siri-app-gets-pulled-from-the-app-store-servers-killed/
"Übrigens, jedesmal wenn sich jemand Profi schimpft, dann zweifle ich daran massiv. Eher Angeberei."
Ein "Profi" ist ein professioneller, also jemand, dessen Beruf es mit sich bringt, sich in dieser Materie auszukennen!
Mein Geld verdiene ich auch in der IT, war jahrelang Profi-Entwickler, dann Architekt und natürlich muss man auch dann sein Wissen auf dem Stand halten.
Es reicht aber nicht aus, ein paar Excel-Formeln und VBA-Tricks zu kennen, um sich "Profi" zu nennen, das stimmt.
Es sind gerade die Nicht-Profis, die sich schlicht keine Gedanken bei der Benutzung der Geräte machen wollen, die Entscheidungen treffen.
Das hat Apple erkannt und produziert schöne Hardware, die auch im Privatbereich für die normalen Anwendungen gut funktioniert, preislich aber eher aus dem Rahmen fällt.
Über Dinge wie Sicherheit, Preisgabe von sensiblen Daten, Skalierbarkeit und Anpassung an eigene Bedürfnisse etc. machen sich "Entscheider" häufig erst dann Gedanken, wenn das Kind im Brunnen liegt. Bis dahin siegt das schöne Spielzeug!
Wer Apple kritisiert, wird von deren Konsumenten geradezu fanatisch angegriffen. Das Ganze wirkt auf mich wie eine Sekte.
Natürlich sind die Appleprodukte "gut". Darum aber geht es nicht!
Es geht darum, dass Apple einen gigantischen Gewinn realisiert *auch* durch sklavenähnlich Arbeitsbedingungen und Billigfertigung! Das alles ist längst bekannt und dokumentiert. Das "Argument", dass das ja "die Anderen" auch machen, ist keines. Das ist eine verdrängung und Gewissensberuhigung. Nichts anderes. Fakt ist doch, dass es unseren Elitekonsumenten - als die sich der Grossteil der Applekunden versteht - vollkommen wurscht ist, wie das Produkt entsteht. Natürlich hätte Aplle die Macht, die Produktionsbedingungen zu ändern. Deswegen betrachte ich es als Fakt, dass Apple keinerlei Interesse daran hat. Deswegen: keinen Cent für ein solches Produkt. Die Fans gehen mir nebenbei gesagt sonstwo vorbei. Was *mich* nervt, ist dieser Bonus bei den Medien. Das ist geradezu anstössig!
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