Nachdem Asus mit dem EeePC den Computermarkt erfolgreich aufgemischt hat, zieht jetzt Acer nach.
Asus hat mit seinem EeePC eine eigene Geräteklasse geschaffen, kleine, leichte Laptops mit einem einfach zu handhabenden Linux-Betriebssysten für einen unschlagbar günstigen Preis. Ursprünglich für die Zielgruppe Schüler in Schwellenländern gedacht, verkaufen sich die Geräte inzwischen millionenfach.
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Dieses erfolgreiche Marktsegment wollen die großen Hersteller natürlich nicht alleine Asus überlassen. Mit Acer bringt jetzt der drittgrößte PC-Hersteller ebenfalls ein Mini-Notebook auf den Markt: den Aspire One.
Das Gerät misst gerade mal 24 mal 17 Zentimeter und wiegt weniger als ein Kilogramm. Das LED-Display ist 8,9 Zoll groß und zeigt 1024 mal 600 Bildpunkte. Das Gerät nutzt eine Intel-Atom-CPU, hat bis zu einem Gigabyte Arbeitsspeicher vorinstalliert und erlaubt die Wahl zwischen einer Solid-State-Disk mit acht GB Speicherplatz oder einer integrierten Festplatte mit 80 GB Kapazität. Eingebaut sind außerdem W-LAN, USB- und Netzwerkanschlüsse sowie eine Internetkamera.
Der Aspire One soll Ende Juli in den deutschen Handel kommen, ausgestattet zunächst mit einem Linux-Betriebssystem. Wie beim EeePC von Asus wird es aber zu einem späteren Zeitpunkt aber Modellvarianten mit Windows XP geben.
Acer positioniert das Gerät nicht im Notebook-Markt, der Aspire One soll vor allem ein Instrument für die Internet-Kommunikation sein. "Das Gerät richtet sich an Schüler, Studenten und alle, die schnell und einfach online gehen wollen und unkompliziert E-Mails, Instant-Messenger- und Social-Network-Kontakte verwalten wollen", sagte Acer-Deutschlandchef Stefan Engel bei der Produktvorstellung in München.
Blau oder weiß?
Als Absatzziel nannte Acer für 2008 zwei Millionen Stück für Europa, Afrika und den Nahen Osten. Das dürfte bei einem Preis von 329 Euro beziehungsweise 379 Dollar pro Stück durchaus realistisch sein. Wer sich einmal für einen Aspire One entschieden hat, kann derzeit zwischen den Farbvarianten "Sapphire Blue" und "Seashell White" wählen. Rosa und braun lackierte Geräte sollen folgen.
Dass das Segment der Mini-Laptops ein großer Zukunftsmarkt ist, zeigt auch ein weiterer Launch. So bringt der weltgrößte Computerhersteller HP in den nächsten Tagen mit dem 2133-Mini-Note ebenfalls eine kleines mobiles Endgerät in den Handel. Nicht nur in Schwellenländern besteht also eine große Nachfrage nach günstigen Laptops, auch die großen Industrienationen haben Spaß an den einfach ausgestatteten, aber praktischen Mini-Notebooks.
Bislang mussten die kleinen Laptops wie EeePC und Aspire One mit Titulierungen wie "Billig-Laptop" oder "Superzwerg" leben. Das könnte jetzt Geschichte sein. Intel hat sich die Mühe gemacht, einen Namen für die neue Geräteklasse auszudenken. Wer möchte, kann sie jetzt Nettop oder Netbook nennen. Eventuell spornen diese Neologismen die Hüter der deutschen Sprache an, sich mal wieder des anglophilen Computerwortschatzes anzunehmen.
- EeePC Zwerg stopft riesige Marktlücke 05.03.2008
- Mini-Laptops Das Notebook fürs Täschchen 29.02.2008
- Computer-Markt Keine Ladenhüter 17.01.2008
(sueddeutsche.de/bön)
DFB-Pleite gegen die Schweiz
Wofür brauchen Sie auf Reisen einen Briefbeschwerer? Oder nutzen Sie den Rechner als Hammerersatz?
Zumindest Ihren C64 haben Sie ja wohl niemals eingeschaltet ;-)
So billig müssten alle Laptops sein, Dass es geht wissen wir ja, Genau wie bei den Handies.
Die Dinger sind meist nach 2 Jahren kaputt, Die sind auch nur 50 euro wert,
wenn ich ein schwarz-weiss display möchte, kaufe ich mir einen c64.
also ich finde diese kompakt-laptops auf reisen sehr praktisch, da mein laptop in keinen rucksack passt.
"Wie beim EeePC von Asus wird es aber zu einem späteren Zeitpunkt aber Modellvarianten mit Windows XP geben."
Aber so geht das nicht, nicht?
Btw, den EEE gibts ab Ende Juni auch mit knapp 9 Zoll und später auch mit 10 Zoll.
Und auch die werden vermutlich von chinesischen Sklavenarbeitern zusammengebaut. Aber das ist natürlich
kein Thema. Alice Schwarzers Urlaubsreise in das totalitäre Burma hingegen schon. Na ja, die Burmesen produzieren halt nicht für Acer, Apple oder Asus. Bei diesen Firmen bleibt der Projektor stumm. Abgesehen von einem Artikel, der die dollen Marktchancen in China lobt.
Äusserst interessanter Artikel. Jetzt wissen wir, wie so called Alphamädchen über Unterhaltungselektronik denken.
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