Google plant Insidern zufolge eine Suchseite für Musik, die auch das Herunterladen von Songs ermöglicht. Auch Facebook wird künftig Musik auf seiner Seite anbieten.
Google will nach Angaben von Brancheninsidern in Kürze mit einer neuen Suchseite für Musik an den Start gehen. Darauf sollen Hörproben der gesuchten Songs zu finden sein sowie die Möglichkeit, die Titel als Download zu kaufen, wie mit den Plänen vertraute Gewährsleute mehreren US-Medien berichten.
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Die neue Google-Suche basiert unter anderem auf Daten des Musiknetzwerks Lala. (© Screenshot: Lala.com)
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Ein Google-Sprecher wollte zu den Plänen nicht Stellung nehmen. Das in Zusammenarbeit mit den Musik-Netzwerken iLike und Lala entstandene Angebot solle am Mittwoch kommender Woche vorgestellt werden.
Die neue Anwendung stellt einen direkten Angriff auf den Platzhirsch des Musik-Downloads dar, das Programm iTunes von Apple. Große Plattenfirmen seien im vergangenen Jahr mit einem entsprechenden Vorschlag an das Internetunternehmen Google herangetreten, hieß es weiter.
Lala verkauft online Musik, der Empfehlungsdienst iLike gehört seit diesem Monat über MySpace zum NewsCorp-Konzern von Medienzar Rupert Murdoch. Die beteiligten Plattenfirmen sind den Gewährsleuten zufolge unter anderem die Vivendi Universal Music Group, Sony Music Entertainment, Warner Music Group und EMI.
Google selbst soll den Informationen zufolge nicht an den Erlösen des Musikverkaufs beteiligt werden, sondern Mehrwert aus den zusätzlichen Anzeigenerlösen ziehen, die die neue Suchfunktion ermöglichen wird. Bei einer Musiksuche sollen Nutzern nicht nur die entsprechenden Alben angezeigt werden, sondern auch Fotos, Texte, Videos und weitere Informationen.
Auch Facebook steigt ein
Die Musikindustrie hatte sich schon länger über die Konditionen von iTunes beschwert. Schätzungen zufolge kassiert Apple dort für jeden heruntergeladenen Song 29 bis 31 US-Cent, diese Vermittlungsgebühr würden sich die Musiklabel bei Google künftig sparen.
Unterdessen bestätigte Facebook der New York Times, dass auch das soziale Netzwerk künftig Musik in seinem "Gift Shop", einer in die Seite integrierten Verkaufsplattform für virtuelle Geschenke, anbieten wird. Wie Google wird Facebook dabei mit dem Musikdienst Lala zusammenarbeiten.
Der Dienst wird allerdings vorerst nur in den USA angeboten. Facebook-Nutzer können für zehn US-Cent einen Song kaufen, der online beliebig oft abgespielt werden kann. Ein Download dürfte bei etwa einem Dollar liegen, spekuliert die New York Times.
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(AP/sueddeutsche.de/joku/gal)
DFB-Pleite gegen die Schweiz
beschwert sich, dass ein Anbieter Gebühren pro Song und Download verlangt?
Mir ist es egal, ob ich meine Musik bei Apple oder Google kaufe, allerdings sollte sich die Musikindustrie mal vor Augen halten, dass sie jahrelang die eigene Kundschaft verarscht hat, danach fast komplett zugrunde gegangen ist, weil niemand mehr gekauft hat, sondern nur schwarz geladen hatte.
Erst der iTunes Store hat es doch wieder salonfähig gemacht, dass online gekauft wurde, weil die Preise moderat sind. Für 99 Cent oder 9,99 Dollar kauft man sich doch gerne mal wieder Musik.
Und jetzt bewschweren sie sich wieder, die armen Musikmultis. Ohne iTunes würden heute viele von ihnen gar nicht mehr existieren...
Ach ja, ich hatte ja die geniale Bertelsmann Idee vergessen, eine gut gehende Tauschbörse aufzukaufen und dann Gebühren dafür zu verlangen... Komisch, dass das nicht funktionierte...