Auch zwei Jahre nach Markteinführung setzt das iPhone den Maßstab. Aber die Konkurrenz holt auf - allen voran das Pre von Palm, das gegenüber dem Apple-Handy einen großen Vorteil hat.
Die einen fragen, wieso man um ein Mobiltelefon nur einen solchen Wirbel macht. Die anderen kaufen das iPhone einfach oder würden es wenigstens gerne tun, wenn es nur nicht so teuer wäre. Unbestritten aber ist es ein Phänomen, dass es einer Firma, die auf diesem Gebiet keinerlei Erfahrung hatte, gelungen ist, bei den Multimedia-Geräten den Standard zu setzen.
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Drahtlose Ladestationen, Fernsehempfang und lange Akkuzeiten - die neuen Mobiltelefone von Nokia, HTC und LG konkurrieren mit dem iPhone. (© Foto: Reuters)
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Dass die Frage auch im eben angebrochenen Jahr drei nach dem Verkaufsstart des Apple-Handys lautet, ob es ein Gerät gibt, das ihm Paroli bieten kann, spricht nicht unbedingt für die Industrie. Aber die Konkurrenz holt auf.
Das schlicht Pre genannte Handy von Palm steht dabei ganz vorne. Es hat einen berührungsempfindlichen Bildschirm, bringt aber auch eine vollwertige Tastatur mit, die sich nach unten herausschieben lässt. Trotz alledem gelang es den Ingenieuren und Designern, das Gehäuse handlich und das Gerät insgesamt akzeptabel leicht zu gestalten.
Ladestation funktioniert drahtlos
Das Pre baut auf ein von Palm selbst entwickeltes Betriebssystem namens WebOS. Es bietet eine Oberfläche, die sich ohne großes Vorwissen erschließt und vielfach auf gewohnte Gesten setzt, die man mit dem Finger auf dem reaktionsschnellen Bildschirm ausführt. Man kann damit sogar Webseiten größer und kleiner zoomen - genauso wie auf dem iPhone.
Im Gegensatz zum iPhone können auf dem Pre mehrere Programme gleichzeitig geöffnet sein. Palm, eine Firma, die schließlich ihren Ursprung bei Taschencomputern zur Terminverwaltung hat, legte zudem Wert darauf, dass sich E-Mail-Zugänge und Kalender komfortabel verwalten lassen. Gag am Rande: Die elegante Ladestation funktioniert drahtlos wie bei einer elektrischen Zahnbürste. Zum Weihnachtsgeschäft soll es das Pre auch in Deutschland geben.
Neue Programme dank offenem Quellcode
Netzpartner ist O2, man kann das Handy aber auch nur dort kaufen und in einem anderen Netz betreiben, eine Sperre ist nicht vorgesehen. Der Preis steht noch nicht fest, soll aber O2 zufolge unter dem des iPhones liegen. Nachteil des Pre: Es gibt für das Gerät noch kaum Zusatzprogramme. Diese sogenannten Apps aber machen für viele iPhone-Besitzer ihr Telefon erst interessant. Bis Weihnachten will Palm nachliefern und hofft dabei auf die Programmierer, die einst zahlreiche Anwendungen für Taschencomputer schrieben.
Da sind diejenigen Hersteller schon weiter, die auf das von Google entwickelte Betriebssystem Android setzen. Dort füllt sich der Internet-Laden für Programme ständig, da Google klugerweise den Quellcode von Android freigegeben hat und Programmierer so schalten und walten können. Die Apps sind das eine, wie die Hardware-Hersteller das Betriebssystem einsetzen, ist eine andere Frage. Der von Google ins Leben gerufenen Open Handset Alliance waren damals eine ganze Reihe prominenter Hersteller beigetreten, Geräte gibt es bislang aber nur von wenigen.
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Bruce Springsteen in Frankfurt
Erinnert sich noch jemand an den ziemlich überheblichen und unsinningen Artikel hier in der SZ zur Einführung des IPhone? Und die vielen fast hasserfüllten Leserbeiträge zum Thema; So einen Schwachsinn braucht kein Mensch, zum Telefonieren reicht eine Wählscheibe und ein Kohlemikrophon?
Tja, wie man sich irren kann.
U.
sehe ich keinerlei Veranlassung, mich anderweitig zu orientieren.....
Jedem das Seine! Ich besitze ein iPhone, einen iPod, einen iMac und ein iBook und sehe, wenn Apple so weiter macht, überhaupt keine Veranlassung die Marke zu wechseln. Benutzerfreundlichkeit, Innovation und Ästhetik finden sich in diesen Produkten wie sonst bei keiner anderen Firma im Bereich der Kommunikationselektronik. Und dafür bin ich auch durchaus bereit ein paar Euro mehr zu zahlen.
Das heisst nicht, dass ich bestimmte Produkte oder Lösungen bei Apple unkritisch sehe. Wenn sie das "Understatement" das sie im Bereich des Hardwaredesigns auszeichnet auch auf die Software, die sie produzieren, übertragen würden wäre es perfekt. Da gibt es jedoch eine Menge unnötigen Schnickschnack.
Und Bitte: Keine Kommentare von Menschen, die noch nie ein Produkt von Apple in den Händen gehalten, geschweige denn damit gearbeitet haben. Probiert das erst einmal aus! Ich habe umgekehrt jeden Tag das zweifelhafte Vergnügen mit umständlichen PC's in meinem Job!
das Ganze zeigt die Armut dieser Industrie.
Anstatt einmal mutig zu sein und etwas neues revolutionäres zu machen und neue Wege zu beschreiten, wird einfach probiert einen Erfolg zu kopieren.
Bisher erfolglos.
Auch wenn es mal jemandem gelingt mit dem Iphone gleich zu ziehen, ist eine Kopie doch immer nur eine Kopie.
Man mag über Apple denken was man will, sind die einzigen, die in den letzten Jahren wirklich was für die Kunden entwickelt haben: Ipods, Iphone... über die Macs kann man streiten aber das OS ist genial.
Grüße
Artu
Ich teste immer mal wieder mögliche Altrnativen - aber gegen das iPhone hat niemand ein sinnvolles Konzept entgegenzusetzen. leider.