"Fedora ist eher ein Linux für technisch versierte Anwender, die immer auf dem neuesten Stand sein möchten", sagt Dietrich. Quasi pausenlos werden für diese Distribution Aktualisierungen angeboten - ein neuer Kernel etwa oder neue Geräte-Treiber. "Das ist interessant für Anwender, die ständig mit neuer Hardware arbeiten." Tendenziell läuft Linux wegen der schon vorhandenen Treiber besser auf etwas älterer Hardware, sagt Mark Bröcker, Dozent für IT-Kurse an der Volkshochschule Hamburg.

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Wer die neueste Hardware zusammen mit dem freien Betriebssystem verwenden will, erkundigt sich besser vorher, ob die Geräte von der Software unterstützt werden.

Eine Zwischenstellung unter den Distributionen nimmt OpenSuse 11 ein. Es ist einerseits für Einsteiger leicht zu handhaben. Auf der anderen Seite bietet es Experten die Möglichkeit, tief ins System einzugreifen. Was OpenSuse dabei von anderen Linuxen unterscheidet, ist die für die Systemkonfiguration gedachte grafische Oberfläche Yast. Sie erinnert an die "Systemsteuerung" in Windows. Yast macht OpenSuse daher für Windows-Umsteiger besonders interessant.

Dafür, dass viele Windows-Nutzer den kompletten Wechsel zu Linux dennoch scheuen, gibt es gute Gründe. Zum Beispiel existiert kein nennenswertes Angebot moderner Spiele für Linux. "Auch eine Banking-Software zu finden, könnte problematisch sein", sagt Mark Bröcker. Ein weiteres Manko ist die fehlende Unterstützung für verschiedene Multimedia-Formate. Und nicht alle Codecs hierfür können kostenlos und einfach aus dem Internet nachgeladen werden.

Ganz klar für Linux spricht die Sicherheit: Vor allem aufgrund der immer noch geringen Verbreitung gibt es derzeit keine ernstzunehmende Bedrohung durch Viren. Ein weiterer großer Vorteil ist die Fülle an kostenlos erhältlichen Programmen. OpenSuse zum Beispiel bringt die Büroanwendung OpenOffice und den Browser Firefox mit - und dazu die E-Mail-Programme Thunderbird und Evolution, die Datenbankverwaltung MySQL sowie Wine zur Ausführung von Windows-Programmen.

(dpa, Sven Appel/mri)

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