Wer zwei Mobilfunkanbieter nutzen will, braucht zwei Handys oder muss umständlich mit den SIM-Karten herumfummeln? Stimmt nicht. Es gibt eine andere Lösung - doch noch kennt sie fast keiner.
Handys können viel: Japanischen Studenten ersparen sie den Weg zum Campus, denn die Vorlesung läuft auch auf dem Display. Wer in London eine öffentliche Toilette sucht, lässt sich per SMS die Adresse des nächstgelegenen stillen Ortes zuschicken. In Zukunft ist sogar noch mehr möglich: Ingenieure arbeiten daran, den Haustürschlüssel zugunsten des Mobiltelefons abzuschaffen. Per Bluetooth-Handy lässt sich bald ein Skateboard namens "Ground-Surf" beschleunigen, nur Lenken muss man noch selbst.
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Dual-SIM-Handy von Samsung (© Foto: Hersteller)
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Quintessenz dieser Innovationen: Nokia, Sony-Ericsson und die anderen großen Hersteller setzen alles daran, unser aller Leben zu vereinfachen. Auch die deutschen Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 lassen sich sinnvolle Dienstleistungen und Tarife einfallen, um unsere wahren Bedürfnisse zu befriedigen.
Doch warum schleppt dann die Hälfte aller Geschäftsleute zwei Mobiltelefone mit sich herum, eines für die geschäftlichen, eines für die privaten Kontakte? Warum brütet die andere Hälfte einmal im Monat über einem "Einzelverbindungsnachweis", um jedes mit Familie, Freunden oder dem Lebensabschnittsgefährten geführte Gespräch aus der Business-Rechnung auszusieben? Warum fummeln wir alle im Ausland mit zwei SIM-Karten herum, um vor Ort günstig telefonieren zu können, aber trotzdem keine SMS von daheim zu verpassen?
Kein iPhone, aber ein Telefon für Intelligente
Eine pfiffige Lösung für Reisende und Geschäftsleute wäre ein Handy, in das zwei SIM-Karten hineinpassen und mit dem man in zwei verschiedenen Netzen gleichzeitig erreichbar ist. Ein entsprechendes Gerät bräuchte - vereinfacht gesagt - lediglich zwei SIM-Einschübe und zwei Antennen. Klingt simpel? Ist es auch: Dual-SIM-Handys sind so einfach herzustellen, dass sie längst existieren.
In China ist die Technik seit dem Jahr 2006 Standard und sogar Geräte mit drei Karten sind keine Seltenheit. Denn im Riesenreich deckt kein Netzbetreiber das ganze Land ab. Wer zwischen Peking und Shanghai pendelt, braucht ein Dual-SIM-, wer dazu noch im Hinterland unterwegs ist, ein Dreifach-Handy.
Auf der nächsten Seite lesen Sie, warum das Dual-SIM-Handy für einige Firmen ein Horrorszenario ist.
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Griechenland und die Euro-Zone
... in Russland und Asien Software zu kaufen, um mehrere Handy-Karten(Ich kenne Software, um bis zu sieben Karten gleichzeitig zu benutzen) auf einer einzigen unterzubringen. In der Regel hat man ein neues Menue, kann mit allen Karten gleichzeitig telefonieren/angerufen werden und auswählen mit welcher Karte man anrufen möchte.
In Verbindung mit speziellen Tarifen ist das telefonieren oft auch billiger,als mit der Karte eines deutschen Providers. Ich nutze zur Zeit eine Karte aus Liechtenstein, bei der die Roaminggebühren entfallen und wo nur der Anrufer zahlt, wenn man sich gerade im Ausland aufhält. Ausserdem habe ich die Karte eines russischen Providers, mit der ich in Deutschland billiger telefoniere als mit Aldi-Talk oder anderen deutschen Billig-Handy-Providern. Eine thailändische Karte ist im gesamten europäischen Raum(Ost- und Westeuropa) die billigste Möglichkeit, die ich kenne um internationale Gespräche innerhalb der EU zu führen.
Das ist im Ostblock eine der gängigsten Methoden, wenn man mehrere Nummern hat.
Wie können wir Druck machen, um endlich diese Duo-SIM´s zu bekommen?
Eine günstige Alternative zum teuren Dual-SIM Handy sind Dual-SIM-Adapter (bei Ebay ab 10 EURO). Damit kann man zwei SIM-Karten in einem (normalen) Handy betreiben. Es sind zwar nicht beide SIMs gleichzeitig angemeldet, aber beim Einsetzen wird im Handy ein neuer Menüpunkt generiert ("Dual SIM"), unter dem man dann zwischen beiden Karten umschalten kann. Nachteil: zwei SIMs brauchen mehr Platz als eine, deshalb kann es im Handy etwas eng werden! Geht also nur bei Modellen mit genügend Platz unterm Akku; meistens ältere.
Ich betreibe mein altes Siemens seit einiger Zeit mit so einer Karte, um Festnetzflatrate der einen SIM mit günstigen Mobiltarifen der anderen SIM zu kombinieren. Ist nicht perfekt (ab und zu die Meldung "Kartenfehler", die nach Aus- und Einschalten wieder verschwindet), aber preislich natürlich unschlagbar.