Wieso führt Ebay diese Regel ein?

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Das Unternehmen will schwarzen Schafen das Leben erschweren. Offiziell heißt es: "Wenn ein Verkäufer noch nicht viele Bewertungen erhalten hat, sind Käufer in aller Regel weniger bereit, von einem solchen Verkäufer zu kaufen." Die Anzahl der negativen Kauferlebnisse bei Verkäufern mit weniger als 50 Bewertungen sei im Schnitt doppelt so hoch wie auf dem gesamten Ebay-Marktplatz.

Was bringt Paypal?

Das wichtigste Argument für das Kaufen und Verkaufen per Paypal ist der Käufer- beziehungsweise Verkäuferschutz. Paypal verspricht, Ersatz zu leisten, wenn die Ebay-Ware nicht ankommt oder den Vorstellungen nicht entspricht. In einem solchen Fall wird das Problem in einem relativ umständlichen Online-Prozedere bei Paypal gemeldet. Bei Abweichungen der Ware von der Beschreibung muss der Käufer einen unabhängigen Dritten um ein Gutachten bitten. Verkäufer schützt Paypal bei Zahlungsausfällen, etwa bei Rückbuchungen der Lastschrift durch den Käufer.

Welche Alternativen gibt es?

Wen die Gängelung durch Ebay stört: Es gibt auch andere Onlineportale zum Handeln von Gebrauchtgütern. Das zweitgrößte Auktionsgeschäft hinter Ebay in Deutschland ist Hood.de. Der Herausforderer kommt auf deutlich weniger Käufer und Verkäufer. Ein Trost, immerhin: Es fallen überhaupt keine Gebühren an. Wer Waren zum Festpreis loswerden will, kann es bei Amazon.de versuchen. Das kostet selten weniger als bei Ebay, ist aber schneller erledigt. Der Verkauf bei Amazon funktioniert nur bei Produkten, die nicht allzu alt sind. Andere Waren werden dort wenig gesucht.

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(SZ vom 03.02.2010/joku)