Der ehemalige polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski hält Internetnutzer für Bier trinkende Pornogucker. Auf keinen Fall sollen sie wählen dürfen.

Internetnutzer sollten nach einer Forderung des früheren polnischen Regierungschefs Jaroslaw Kaczynski nicht das Recht zur Online-Stimmabgabe bekommen, da sie notorische Biertrinker und Pornogucker seien. "Ich finde das nicht toll, wenn ein junger Mensch vor seinem Computer sitzt, Pornos anguckt, Bier schlürft und abstimmt, wann es ihm passt", sagte Kaczynski in einem Interview, das am Mittwoch auf der Website seiner Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) erschien. Wegen der niedrigen Wahlbeteiligung denken polnische Politiker derzeit darüber nach, eine Online-Wahl zu ermöglichen.

Bier und Internet, dpa

Internetnutzer trinken Bier. Der frühere polnische Regierungschefs Jaroslaw Kaczynski hat Vorurteile gegen Netznutzer. (© Foto: dpa)

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Kaczynski ist der Zwillingsbruder des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und stand bis zu seiner Wahlniederlage im Oktober vergangenen Jahres an der Spitze einer konservativen Koalitionsregierung. Der 58-jährige Junggeselle lebt bei seiner Mutter und verfügt über kein Bankkonto, weil er nach eigenem Bekunden fürchtet, übelwollende Menschen könnten ihm Geld überweisen und ihn dann der Korruption bezichtigen.

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(sueddeutsche.de/afp/mia)