"Netzwerk menschlicher Sensoren"

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Neben den professionellen Anbietern stellen aber auch immer mehr private Nutzer ihre Empfehlungen für Rad- oder Wanderstrecken ins Netz. Gefördert wird dies auch durch die zunehmende Verbreitung von Navigeräten, deren GPS-Streckendaten im Internet bequem ausgetauscht werden können.

So gibt es bei openstreetmap.Org eine fleißige Community, die nach dem Vorbild der Wikipedia am Internet-Kartenwerk der Zukunft bastelt und eine Region nach der anderen erschließt. "Hallo, heute morgen habe ich weitere Wanderwege im Marienberg/Schulenburger Berg erfasst. Es fehlen jetzt nur noch wenige Abschnitte, die ich in nächster Zeit noch erweitern werde", berichtet dort einer der Aktiven und fügt hinzu: "Heute Nachmittag werd' ich mal nach Hildesheim fahren und dort auf Skates ein bisschen tracken."

Der an der University of California in Santa Barbara lehrende Geografieprofessor Michael Goodchild hat die Vorstellung eines "Netzwerks menschlicher Sensoren" entwickelt, das geografische Daten zusammenträgt und im Internet zur Verfügung stellt. Auf solche Weise könnten dann umfassende Informationen zu vielfältigen Lebensbedingungen bereitgestellt werden wie Wetter, Staus im Straßenverkehr oder Luftverschmutzung.

"Dieses Netzwerk menschlicher Sensoren hat mehr als sechs Milliarden Komponenten, jeder Teil ein intelligenter Synthesizer und Interpret lokaler Informationen", erklärt Goodchild. Die so gesammelten frei verfügbaren Geodaten könnten einmal als wertvolles Kartenmaterial für Wege aller Art dienen und bequem ins Navi geladen werden.

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(AP/Peter Zschunke/gut)