Wer einen Allerweltsnamen hat, ist im Internet halbwegs vor Enttarnung sicher. Leider haben Eltern vor 20 Jahren das noch nicht gewusst - ein Selbstversuch.
Alle Welt googelt - nicht nur der schnellen Infos wegen. Immer mehr Menschen nutzen Suchmaschinen auch, um einen heimlichen Blick ins Leben ihrer neuen Partner, ehemaligen Banknachbarn oder Jobbewerber zu erhaschen.
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Der Fingerabdruck im Netz ist der Name. (© Foto: dpa)
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Da hat Glück, wer, sagen wir mal, Matthias Becker heißt. Bei den 45.500 Treffern, die Google für diesen Namen anbietet, klickt sich keiner bis zu der Peinlichkeit auf Seite 3984 durch.
Außerdem haben es Neugierige schwer, überhaupt Seiten zu finden, die zur gesuchten Person gehören. Per Google lässt sich kaum rausfinden, ob der Becker aus dem Abiturjahrgang nun inzwischen Frauenarzt in Sigmaringen, Banker in Leipzig oder Chorsänger geworden ist.
Von Bewerbern ist diese Info bekannt und kann mit in die Suchmaske eingegeben werden. Doch wer "Matthias Becker" und "Frauenarzt" eingibt, hat das Trefferfeld damit bereits auf den beruflichen Bereich eingegrenzt. Partyfotos und intime Blogeinträge werden gar nicht erst gefunden.
Wer einen Allerweltsnamen hat, ist im Internet halbwegs vor Enttarnung geschützt. Vorsicht ist allerdings trotzdem noch geboten. So sollten sensible Information nicht mit eindeutig zuordbaren Daten wie zum Beispiel der E-Mail-Adresse oder einem Online-Profil kombiniert werden.
Diesen Fehler hat zum Beispiel der CDU-Politiker Thomas Müller aus Hessen gemacht, der bei StudiVZ Mitglied in den Gruppen "Nach Frankreich fahr ich nur auf Ketten" und "Krieg ist scheiße aber der Sound ist geil" war. Die CDU verstand seinen Humor nicht und enthob Müller seiner Ämter.
Malte Landwehr, Blogger zum Thema Online-Identität, betont daher: Wer unbedingt das Netz für das Publizieren von Knutschfotos und Tagebucheinträgen nutzen will, soll das unter einem Phantasienamen tun, der auch nur mit einer ansonsten nicht genutzten E-Mail-Adresse verbunden ist.
Warum das besonders für Leute gilt, die einen seltenen Namen haben, hat unsere Autorin im Selbstversuch herausgefunden.
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Griechenland und die Euro-Zone
"Google glaubt nämlich, ich sei prominent."
Was hat den Google mit der Website "www. deutsche-prominenz .de" zu tun.
Die machen Ihr Ranking doch selber.
Und außerdem, ich betreibe selbst ein Webseite mit einer wichtigen Rankingstatistik. Meine Statistik habe ich aber komplett selbst erfunden und alle Nutzer und Medien im Netzt glauben sie sei echt. SO sieht es nämlich aus.
Der Webseitenbetreiber bestimmt was drinn steht, nicht der User.
Von wegen web 2.0. Ich lach mich schief.
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Ein Hans Müller wird's dann schwer haben, da jederzeit eindeutig identifizierbar.
Jetzt sind wir wieder, wo wir schon mal waren.
Früher konnte man über sein Dorf hinaus auch keinen Job finden und es kannte jeder jeden. Das ist das Ende der Parallelwelten, in die viele flüchten. Über Warhammer, Lokalisten etc. lassen sich viele Wunsch-Egos aufbauen, die leider den Nachteil haben, dass sie virtuell, also nicht echt sind.
Also liebe Hochstapler und romantische Fantasy-Elfen. Zeit, vom Schlafe aufzustehen.