Die meisten Handy-Besitzer nutzen das Kommunikations-Potential ihrer täglichen Begleiter nicht einmal annähernd aus. Dabei gibt es viele praktische Programme kostenlos.

Dass viele Handys inzwischen zu Mini-Computern mutiert sind, ist eine Binsenweisheit. Trotzdem nutzen die meisten Besitzer leistungsstarker Mobiltelefone das Potential ihrer täglichen Begleiter nicht einmal annähernd aus. Neben Telefonie und Kurzmitteilungen konnte sich auf breiter Front noch die Nutzung als Musikspieler und - falls in guter Qualität vorhanden - als Kamera durchsetzen. Fehlanzeige dagegen bei den auf dem PC so beliebten Instant Messengern. Dabei gibt es viele solcher Programme für verschiedene Handys sogar kostenlos.

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In der Regel handelt es sich bei der nachträglich problemlos auf dem Handy installierbaren Software um sogenannte Multimessenger. Sie unterstützen mindestens die großen Netzwerke wie AIM/iChat, MSN Live Messenger, Yahoo Messenger, ICQ, Jabber, Google Talk und immer öfter auch Skype, MySpace oder Facebook Messenger. Auch wer Kontakte in hierzulande eher selten genutzten Netzwerken pflegt, findet Programme, die weiterhelfen und Messenger wie den in Polen populären Gadu Gadu oder das chinesische QQ-Netzwerk unterstützen.

Um auch unterwegs im Chat dabei sein zu können, braucht es noch nicht einmal ein UMTS-fähiges Handy. "Für Instant Messaging reicht eine GPRS-Verbindung aus", erklärt Markus Weidner vom Telekommunikationsportal teltarif.d" in Berlin. Schon mit den Datenpreisen der Prepaid-Discounter wie blau.de, simyo, Fonic oder Congstar, die je nach Anbieter zwischen 24 und 49 Cent pro übertragenes Megabyte Daten liegen, sei mobiles Messaging wegen der wenig datenintensiven Textübertragung äußerst günstig.

"Es kostet vielleicht 10 Cent, wenn man den ganzen Tag online ist", sagt Weidner. "Das ist eine echte Kostenersparnis gegenüber ständigem SMS-Schreiben." Bereits seit 2006 bietet das Unternehmen Fringland aus London seinen Multimessenger Fring als Freeware an. Neben Versionen für die Handy-Betriebssysteme Symbian und Windows Mobile gibt es das Programm neuerdings auch als Vorabversion für das Apple iPhone.

Fring unterstützt nicht nur verschiedene Instant Messenger für den Text-Chat und kann zwischen den Datenverbindungen WLAN, GRPRS und UMTS wechseln, sondern ermöglicht auch die Internet-Telefonie via Skype oder über das SIP-Protokoll mit beliebigen VoIP-Providern. Vom Mobilfunkanbieter unter Umständen gesperrte und für VoIP genutzte Ports können Fring nicht stoppen: Der gesamte Datenverkehr läuft wie jede normale Internet-Seite über den Port 80.

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