Mobiltelefone Indiens günstigstes Smartphone kostet drei Euro

Ansprechendes Design: Das Freedom 251-Smartphone von Ringing Bells

(Foto: Quelle: Freedom251.com)
  • Die Firma Ringing Bells bringt in Indien ein Billig-Smartphone auf den Markt - für umgerechnet 3,28 Euro.
  • Das Smartphone-Markt in Indien ist mittlerweile der zweitgrößte der Welt - auch wenn viele Inder nach wie vor klassische Handys bevorzugen.

750 Euro muss ein Kunde ausgeben, wenn er ein neues iPhone kaufen möchte. Wer nicht so teuer einkaufen möchte, der findet bei Konkurrenten wie Samsung, Microsoft oder LG zwar günstigere Modelle - so günstig wie das Modell der jungen indischen Firma Ringing Bells kommt jedoch selten ein Smartphone auf den Markt.

251 indische Rupien, also umgerechnet 3,28 Euro, soll das Modell "Freedom 251" kosten, das mit einem vier Zoll großen Display und zwei Kameras ausgestattet ist. Es läuft mit dem Google-Betriebssystem Android. Mehrere Initiativen der indischen Regierung wie "Make in India" und "Digital India" unterstützen die Markteinführung. Wie hoch die Zuschüsse sind, war zunächst unklar. Eine Vertragsbindung an einen Mobilfunk-Anbieter soll es jedoch nicht geben.

Indien hat mittlerweile den zweitgrößten Smartphone-Markt der Welt

Der Smartphone-Markt in dem aufstrebenden Schwellenland wächst derzeit stark. Nach Zahlen der Marktforscher von Counterpoint Research überholte Indien jüngst die USA und hat damit nach China nun den zweitgrößten Smartphone-Markt der Welt. Mehr als 100 Millionen Geräte sind demnach im vergangenen Jahr verkauft worden. Noch ist der Markt aber kaum gesättigt: Nur rund 220 Millionen der etwa 1,3 Milliarden Menschen auf dem Subkontinent besitzen ein Smartphone. Nach wie vor werden überwiegend einfache Mobiltelefone verkauft.

Viele Inder gelten als extrem preisbewusst und greifen auch bei Smartphones zu günstigen Modellen, gerne von indischen Herstellern. Dabei wird das Billigste jedoch oft verschmäht - wie sich etwa an den extrem schleppenden Verkäufen des Kleinwagen Tata Nano zeigt. Auch die Verkäufe des Tablets Aakash, das als das günstigste auf der Welt angepriesen wurde, blieben weit hinter den Erwartungen zurück, weil die Nutzer mit den Möglichkeiten des Geräts nicht zufrieden waren.

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