Mobilfunk-Gipfel Tausende Sendemasten sollen Funklöcher schließen

Deutshcland braucht tausende zusätzliche Sendemasten für den Mobilfunk.

(Foto: dpa)
  • Die Mobilfunk-Konzerne haben zugesagt, das mobile Netz auch in abgelegenere Regionen zu bringen - zumindest in 99 Prozent der Haushalte.
  • Es geht dem Ministerium für digitale Infrastruktur zufolge um 10 000 Funkmasten.
Von Markus Balser, Berlin

Die deutschen Mobilfunkhersteller haben auf dem Mobilfunkgipfel in Berlin am Donnerstag Investitionen in Aussicht gestellt, um die weißen Flecken auf der Handy-Landkarte zu verkleinern. Nach Ministeriumsangaben geht es um den Bau und Ausbau von 10 000 Funkmasten.

Die Unternehmen knüpften dies jedoch an die Bedingung, dass die Einführung der nächsten Mobilfunkgeneration nach ihren Wünschen verläuft. Was wirklich investiert wird, ist damit offen.

"Ich habe von den Beteiligten die Zusage bekommen, dass im Laufe des Jahres 2021 in jedem Bundesland 99 Prozent der Haushalte mit Mobilfunk versorgt werden müssen", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nach dem Gipfel mit den Anbietern Telekom, Vodafone und der O2-Mutter Telefonica. Laut Ministerium stellten die Betreiber darin in Aussicht, bis 2021 hundert neue 4G-Standorte an unversorgten Verkehrsknotenpunkten und tausend neue 4G-Standorte in bisher unversorgten Regionen zu errichten. Geplant sei zudem, 10 000 bestehende aufzurüsten.

Dafür wären Milliardeninvestitionen nötig. "Wir sind zu solchen Investitionen bereit, wenn auch die Rahmenbedingungen gegeben sind, die wir brauchen", sagte Telekom-Chef Timotheus Höttges.

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Im Raum steht etwa, dass die Mobilfunkanbieter ihr Netz auch den Kunden von Konkurrenten zur Verfügung stellen müssen, was etwa die Telekom ablehnt. Über die Bedingungen der 5G-Versteigerung wird erst Ende diesen Jahres entschieden.