Mobiles Internet Drucktipps für Smartphone und Tablet-Nutzer

Das mobile Internet ist auf dem Vormarsch. Doch je mehr Funktionen Smartphones und Tablet-PCs von herkömmlichen Rechnern übernehmen, umso mehr vermisst man die Möglichkeit, Dateien auf Papier ausgeben zu können. Doch auch dafür gibt es Lösungen.

Von Peter Stelzel-Morawietz

Smartphones sind der Trend der letzten Jahre. Statistisch gesehen hat bereits jeder dritte Deutsche eines, bei den unter 30-Jährigen sogar mehr als die Hälfte. Hinzu kommen Millionen Tablet-PCs wie das iPad. Allein in diesem Jahr sollen in Deutschland nach einer Prognose des Branchenverbandes Bitkom fast drei Millionen Stück dieser neuen Geräteklasse verkauft werden. Damit lässt sich vieles schnell und einfach erledigen, nur eines funktioniert nicht so trivial: Drucken.

Immer mehr Daten wandern in die Cloud. Wer sie von dort aus auf Papier drucken will, muss einiges beachten.

(Foto: dpa)

Das papierlose Büro wird schon lange beschworen, doch die Praxis zeigt: Je mehr Handys und Tablets dazu verwendet werden, den Computer zu ersetzen, desto häufiger würde man Inhalte von diesen Geräten ausdrucken, zum Beispiel Formulare, Rechnungen, Fotos. Doch direkt anschließen wie beim PC und Mac lassen sich die mobilen Geräte meist nicht, deshalb müssen die Daten per Funkverbindung an den Drucker geschickt werden, über Wlan oder über das Mobilfunknetz. Die meisten Handys unterstützen beides, bei Tablet-PCs sind auch diverse Modelle ohne Chip für mobilen Datenfunk im Handel.

Die eine universelle Lösung zum Drucken von Mobilgeräten gibt es noch nicht, zu unterschiedlich sind die verschiedenen Plattformen, zu unterschiedlich auch die Einsatzszenarien. Da sind zum einen die beiden am meisten verbreiteten Handy-Betriebssysteme, iOS von Apple sowie Android von Google. Differenzieren muss man zudem, ob man zu Hause ist und auf dem Drucker im Arbeitszimmer etwas ausgeben möchte oder unterwegs.

Am einfachsten ist das Drucken über spezielle Internet-Dienste der Hardware-Hersteller wie Canon, Epson, HP, Kodak, Samsung und Lexmark. Vorreiter war hier das US-Unternehmen HP, das seinen ePrint genannten Dienst vor zwei Jahren eingeführt hat. Die übrigen Hersteller haben erst im Laufe der letzten Monate nachgezogen. Allerdings braucht man für einen solchen herstellerspezifischen Internet-Dienst auch einen speziellen Drucker. Insbesondere bei Multifunktionsgeräten, also solchen mit Fax- und Kopierfunktion, ist die Cloud-Unterstützung schon recht verbreitet. Die günstigsten E-Print-Modelle gibt es bereits von 60 Euro an.

Apple setzt auf Airprint

Damit das Drucken über die Internetwolke funktioniert, muss man den Drucker beim Hersteller registrieren. Dabei wird ihm eine Mail-Adresse zugewiesen. An diese schickt man vom Handy oder Tablet über eine herstellerspezifische App die auszudruckende Datei, das Ausdrucken geschieht automatisch, ohne dass der Drucker an einen laufenden Computer angeschlossen sein müsste. Eine Netzwerkverbindung über Kabel oder Wlan zum Router daheim genügt. Zusätzliche Kosten entstehen dabei nicht, der Service ist mit dem Kauf des Druckers bezahlt.

Per Wlan alleine lässt sich dagegen nur daheim drucken: iPhone und iPad haben mit Airprint bereits die Ausgabeoption im Betriebssystem integriert. Apple führt über 200 Druckermodelle auf, die Airprint unterstützen. Einmal am Mac oder PC eingerichtet, kommunizieren iPhone und iPad per Wlan mit dem Drucker, ohne dass dazu ein Dienst im Internet oder ein eingeschalteter Rechner notwendig wäre. Wer keinen Airprint-fähigen Drucker hat, kann unter Windows mit dem inoffiziellen Programm Airprint Activator per Wlan jeden Drucker vom iPad oder iPhone ansteuern.