Von Yvonne Göpfert

Mit dem Eröffnungsspiel am 9. Juni geht "Mobiles Fernsehen Deutschland" auf Sendung - noch aber sind passende Geräte Mangelware.

Asamoah, Ballack - Tooooor!!! Und das Handy ist live dabei. Alle vom ZDF übertragenen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft will Debitel aufs Mobiltelefon senden. Fußball-Fans können die Spiele ab 9. Juni in acht WM-Städten mobil mitverfolgen.

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Das LG V9000 ist eines der wenigen bereits verfügbaren geräte, die Handy-TV anzeigen können. (© Foto: LG)

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Von Juni soll es in Deutschland mobiles Fernsehen geben. Der kommerzielle Betrieb von Handy-TV startet an den WM-Standorten Berlin, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Köln, München und Stuttgart.

Weitere Ballungszentren sollen bis Ende des Jahres auf Empfang gehen. Betrieben wird das Unterwegs-TV von der Firma Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD). Passende Empfangsgeräte sind derzeit noch rar, erst ab Juni dürften Handys für den verwendeten DMB Standard angeboten werden.

DMB, die Technik, die hinter dem Fernsehen für unterwegs steckt, ist eine Erweiterung des Übertragungsstandard DAB, der ursprünglich für das Digitale Radio geschaffen wurde.

Die Datenströme sind für mobile Geräte mit kleinen Displays optimiert, z.B. für Mobiltelefone oder PDAs. Der zweite, konkurrierende Übertragungs-Standard, DVB-H, ist ebenfalls schon seit langem angekündigt, doch der Ausbau der Infrastruktur ist noch nicht weit genug fortgeschritten. Auch für DVB-H gibt es erst wenige Empfangs-Handys.

Eine Kostprobe des mobilen Fernsehens wird im Osten des Landes angeboten. Der vom Institut für Medientechnik der TU Ilmenau betriebene Sender soll vom Ilmenauer Hausberg "Kickelhahn" bereits Bilder abstrahlen.

Debitel, ein weiterer Partner von Mobiles Fernsehen Deutschland, will ebenfalls zur WM mit dem mobilen TV starten. Debitel plant, eine Auswahl von vier verschiedenen Kanälen anzubieten, die rund um die Uhr aktuelles Programm, Nachrichten, Sport und Unterhaltung senden.

Dazu kommen speziell für DMB gestaltete Hörfunkprogramme und alle Angebote des digitalen Radiostandards DAB. Die Kosten für DMB sollen bei 7,- bis 10,- Euro pro Monat liegen.

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(sueddeutsche.de)