Statt auf dem Pausenhof lästern Schüler im Internet - mit dramatischen Folgen. Jetzt wollen Polizei und Politik gegen das Cyber-Mobbing vorgehen.
Es gibt eine Folge in der Fernsehserie "Desperate Housewives", in der Lynette ihren Sohn ausspioniert, weil der kaum noch mit ihr spricht. Sie legt sich nicht heimlich bei Partys auf die Lauer, sie geht lieber ins Internet. Sie besorgt sich ein Pseudonym und schnüffelt ihm online hinterher. Dabei findet sie heraus, dass der rülpsende Rüpel eine romantische Ader hat und sich zu älteren Frauen hingezogen fühlt.
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Eine Profilseite des Online-Netzwerks SchülerVZ (© Foto: SchülerVZ)
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Was in der Serie witzig dargestellt wird und gut ausgeht, ist längst Realität - oft mit tragischen Folgen. Wer sich virtuell entblößt, wer Privates im Netz veröffentlicht, zahlt oft einen hohen Preis dafür. Im Oktober 2006 erhängte sich etwa die 13-jährige Megan Meier. Sie hatte sich in die Internet-Bekanntschaft Josh verliebt, wurde jedoch nach wenigen Tagen massiv beleidigt. Es stellte sich heraus, dass "Josh Evans" kein Junge war, sondern eine ehemalige Freundin, mit der Megan gebrochen hatte und die sich nun mit Hilfe ihrer Mutter rächen wollte.
Mehr als pubertärer Zickenkrieg
Es gab Hassbriefe und sogar eine Anti-Megan-Gruppe auf MySpace, bis das junge Mädchen den Druck nicht mehr aushielt und sich das Leben nahm. Pubertärer Zickenkrieg ist Teil des Teenagerlebens, die Waffen indes sind neu - und weitaus gefährlicher.
Was früher am Rande der Schule stattfand, ist nun im Internet rund um die Uhr zu beobachten. Portale wie Facebook, StudiVZ und MySpace gehören für Jugendliche zum Leben wie der erste Kuss und Liebeskummer. Eine Hass-Gruppe ist schnell gegründet, peinliche Fotos sind mit zwei Klicks hochgeladen. Bis sich ein Schüler wehren kann, haben es längst alle anderen gesehen. Cyber-Mobbing nennt sich die virtuelle Belästigung, sie ist eine Fortführung des Happy Slapping, bei dem Teenager Videos ins Netz stellen, in denen sie ihre Kameraden verprügeln.
Nun gibt es Internetseiten voller Hass, Videos von Hinrichtungen, bei denen der Kopf eines Lehrers auf den Delinquenten montiert wird. Auf der Seite Rottenneighbor kann man ungeliebte Nachbarn diffamieren.
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Robin Gibb ist tot
@jof4rjo was haben Sie denn daran nicht verstanden wenn es denn so "wirr" ist. Ihr Verstand scheint damit überfordert zu sein. Bei "sozialer Reinigung" schlägt bei ihnen wohl gleich der "böser Nazi" Alarm. Argumentativ haben sie jedoch offensichtlich aber auch rein garnichts nichts auf dem Kasten und versuchen deshalb hier auf primitivst Niveau meine meinung zu pathologisieren. Kriechen sie wieder in ihr Loch zurück, niemand hat sie gerufen.
Meine Güte, welch ein wirres Zeug. Und morgen die große Reinigung, was?
das Internet bringt an den Tag was die Leute sich im Alltag meist nur denken würden. Mobbing ist auch im negativen Sinne eine Art "soziale Reinigung". Es werden dabei die Individuen einer Gemeinschaft verdrängt, die als Ballast oder Gefahr erscheinen, weil Sie entweder zu schwach oder nicht vertrauenswürdig gelten. Ein Mechanismus der sich durch die Evolution entwickelt hat und für das Überleben im Stammeskampf wichtig war. Der Mensch ist ein soziales Wesen und deshalb gilt "Survival of the fittest" vor allem für Gruppenverbände im Kampf gegen andere Gruppen.
" "Es sind ja auch nicht Messer oder Baseballschläger als solche ein Problem, sondern der verantwortungslose Umgang damit. Leute, die lediglich Messer verbieten wollen, sind an einer Problemlösung nicht interessiert. "
Damit machen Sie sich die Argumente der US-Waffenlobby zu eigen."
Es macht allerdings einen gewaltigen Unterschied ob man mit dieser Argumentation Sport- oder Küchenutensilien verteidigt, oder Tötungsinstrumente deren einziger Zweck der Schaden ist.
Ob sowas gerade mit Williamson passiert?
Ich denke schon.
Paging