Microsoft will mit einem eigenen MP3-Player den erfolgreichen "iPod" des Konkurrenten Apple angreifen. "Zune" soll mehr können als der Konkurrent.
Stephenson erklärte, Microsoft wolle noch in diesem Jahr die Dachmarke Zune einführen wolle, die eine "Familie von Hardware- und Software-Produkten" enthalte. Sie habe sich verschiedene digitale Unterhaltungsdienste zum Ziel gesetzt.
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Der Zune-Musik-Player werde eine Festplatte und eine Wi-Fi-Verbindung für drahtlosen Internet-Zugang enthalten, berichtete Das US-Magazin Billboard. Der drahtlose Internetzugang ist nach Darstellung Stephensons für die tragbaren Geräte notwendig.
Microsoft wolle im Rahmen seines Plans einer breiten Palette Windows-getriebener Geräte überall Zugang zu digitalen Medien ermöglichen.
Weitere Zune-Produkte wie ein tragbarer Video-Player und potenziell auch ein tragbares Spiele-Gerät würden dem Musik-Player folgen. Stephenson wollte sich aber nicht zu dem Videogame-Element der Initiative äußern. Musik werde zunächst das Hauptangebot sein, doch werde man schließlich auch auf Videos und andere Medien expandieren. Microsoft habe bisher noch keine Lizenzabkommen, berichtete das Magazin.
Microsoft werde die Einführung von Zune mit einer massiven Werbe- und Marketing-Kampagne unterstützen. Sie werde sich stark auf Künstler stützen, einschließlich mehrerer landesweiter Live-Auftritte.
Nach Darstellung Stephensons würden die Gesamtanstrengungen denen für den Start der Xbox-Spielekonsole gleich kommen. Das Xbox-Debut hatte sich Microsoft 500 Millionen Dollar kosten lassen.
Die Musikfirmen, die momentan sehr stark von Apple beim Online-Musikvertrieb abhängig sind, erhoffen sich mehr Konkurrenz durch die Großoffensive von Microsoft.
"Wir sehen die Notwendigkeit für einen wirkliche starken Marktwettbewerb", erklärte George White, der Vizepräsident für Strategie und Produktentwicklung bei der Musikfirma Warner Music Group dem Magazin. White wünscht sich mehr Mitspieler, die unterschiedliche Arten von digitalem Inhalten anbieten.
Ein stärkerer Wettbewerb könne eher dazu führen. Microsoft sei "variablen" Preisen gegenüber aufgeschlossener, schrieb das Magazin. Apple sei dies nicht.
Die ungebrochen starke Nachfrage nach dem MP3- Player iPod hatte wesentlich mit zu dem Apple-Supergewinn im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2005/2006 von 472 (Vorjahresvergleichszeit: 320) Millionen beigetragen. Vom iPod wurden 8,1 Millionen Stück ausgeliefert, 32 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.
Der iPod-Umsatz steuerte in dem am 1. Juli beendeten Dreimonatsabschnitt bereits 1,9 (Vorjahresvergleichszeit: 1,3) Milliarden Dollar zum Apple-Gesamtumsatz von 4,4 (3,5) Milliarden Dollar bei. Dies hatte Apple in der vergangenen Woche bekannt gegeben.
Apple-Chef Steve Jobs hatte den iPod-Marktanteil von mehr als 75 Prozent in den USA hervor gehoben. "Wir sind im Hinblick auf die Zukunft der iPod-Produkte in unserer Pipeline extrem aufgeregt", betonte Jobs.
(dpa)
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