Medion P7652 Das steckt im neuen Gaming-Laptop von Aldi

Aldis Gaming-Laptop schwächelt bei der Akkuleistung, bietet aber viel Hardware fürs Geld.

(Foto: PR)

Flotter Prozessor und High-End-Grafikkarte für 1000 Euro. Trotz einiger Schwächen machen preisbewusste Gamer hier nichts falsch.

Von Matthias Huber

Tausend Euro also, beziehungsweise natürlich nur 999. So viel wird er kosten, der neue Spiele-Laptop von Aldi, der ab Donnerstag im Handel ist. Viel Geld für das Sortiment des Discounters zwar, aber die Liste der im Medion P7652 verbauten Hardware liest sich dafür auch entsprechend beeindruckend: Ein Intel-i7-Prozessor der achten Generation und als Grafikkarte eine Geforce GTX 1050 von Nvidia sind selbst für aktuelle Spiele mehr als ausreichend und in einem tragbaren Gerät für einen dreistelligen Betrag kaum zu bekommen.

Auch in Sachen Speicher knausert Medion nicht, packt neben die Ein-Terabyte-Festplatte noch eine großzügig bemessene SSD mit 256 Gigabyte. Das reicht neben dem Betriebssystem - Windows 10 ist bereits installiert - für eine ganze Reihe von Spielen, die von der SSD deutlich schneller starten als von der Festplatte. Der Rest ist Standard: 8 Gigabyte Arbeitsspeicher, USB 3.1, Bluetooth, Wlan, DVD-Brenner und ein für diese Preisklasse überraschend guter Full-HD-Bildschirm in 17 Zoll.

Die Schwächen offenbaren sich auf den zweiten Blick

Für Gamer ist der P7652 also auf den ersten Blick ein Schnäppchen. Auf den zweiten Blick zeigt er Schwächen, die sich in keiner Feature-Liste ausdrücken können. Da wäre der Akku: Begnügt man sich mit Videostreaming oder Surfen, reicht er für bis zu drei Stunden. 20 Minuten Online-Spielen kostet dagegen rund 40 Prozent der Ladung. Außerdem regelt die CPU im Akkubetrieb offenbar so weit herunter, dass selbst ein genügsames Spiel wie "Overwatch" ins Ruckeln gerät.

Und dann sind da die Geräusche und Töne, die das Gerät ausspuckt: Wenn die blechernen, beinah komplett bassfreien Boxen gerade mal Ruhe geben, dann zerstören die rauschenden Lüfter die wohltuende Stille. Das viel zu glatte Touchpad fühlt sich schon beim Surfen unangenehm an, dafür ist die Tastatur mit ihrem harten, fast mechanischen Anschlag umso besser.

Die Frage ist, ob all diese Probleme für einen solchen Laptop überhaupt relevant sind. Ein 17-Zoll-Gaming-Laptop, der mit Netzteil etwa drei Kilogramm wiegt? Die meisten Käufer werden sich das Gerät sowieso als Ersatz für einen sperrigen Desktop-PC auf den Schreibtisch stellen und dort selten wegbewegen. Externe Lautsprecher, Gaming-Maus und ständige Stromversorgung sind dann sowieso selbstverständlich.