Mahnung an Internet-Firmen in USA Online-Werbung muss klarer gekennzeichnet werden

Ist das Werbung oder ein Suchergebnis? Smartphone-Nutzer könnten diese Frage nicht eindeutig beantworten, findet die US-Aufsichtsbehörde FTC. Google & Co. müssen nachbessern.

Google macht Werbung damit, dass 82 Prozent aller Nutzer Anzeigen auf dem Smartphone wahrnehmen würden. Dass sie aber erkennen, was Anzeigen sind und was nicht, glaubt die US-Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) dem Suchmaschinenbetreiber nicht.

Die Aufseher sagen, Nutzer könnten auf ihren Smartphones oft gar nicht unterscheiden, ob es sich bei dem angeklickten Link um bezahlte Werbung oder ein Suchergebnis handelt. Die FTC hat in einem Brief an mehrere Unternehmen angemahnt, in diesem Punkt nachzubessern.

Diese Aufforderung (hier die PDF-Version) ging an Google, Yahoo, Microsoft und 21 andere Internet-Firmen. Nach Ansicht der Handelskommission FTC muss die Werbung beim Anzeigen der Suchergebnisse grundsätzlich deutlicher gekennzeichnet werden.

Nötig wird diese Anpassung vor allem, weil immer mehr Menschen ihr Smartphone nutzen, um im Internet nach Diensten zu suchen. Anzeigen lediglich farblich zu unterlegen, reiche der FTC zufolge nicht in jedem Fall aus, um den Unterschied klar herauszustellen. Die Aufsichtsbehörde zitiert in ihrem Schreiben eine Studie, in dem es heißt, dass Werbung in der Hälfte der Fälle nicht als solche wahrgenommen wird.

Auf dem Markt der Suchmaschinen ist Google mit 73 Prozent Marktführer. In den vergangenen sechs Monaten ist diese Zahl um vier Prozentpunkte zurückgegangen.

Die FTC gibt in ihrem Schreiben auch einen konkreten Tipp, was die Unternehmen machen könnten, damit Nutzer die Werbung besser wahrnehmen: Sie könnten einfach explizit dazuschreiben, dass es sich um Werbung handelt - in einer Schriftgröße, die man auch lesen kann.