Kooperation IBM und Facebook wollen gemeinsam Werbung personalisieren

Die Zeit des Nutzers ist knapp: Facebook setzt auf personalisierte Werbung, jetzt zusammen mit IBM.

(Foto: AP)
  • Facebook und IBM wollen ihre Kundendaten kombinieren, um Werbung besser zu personalisieren.
  • Das soziale Netzwerk hat Zugriff auf die Vorlieben seiner Nutzer; das IT-Unternehmen bietet Marketing-Tools an.

Kooperation von IBM und Facebook

Wissen ist Macht und Daten sind Geld: Facebook und IBM haben angekündigt, in Sachen personalisierter Werbung zusammenzusarbeiten. Das bedeutet, dass sich Werbetreibende künftig aus zwei Quellen informieren können: aus dem "Audience Insights"-Tool von Facebook und bei "Interactive Marketing" von IBM, berichtet das US-Wirtschaftsmagazin Fortune.

Facebooks Vizepräsident, Blake Chandlee, sagte zur New York Times: "Wir beide wollen Menschen und Marken zusammenbringen. In diesem Ziel sind wir einander verbunden. Außerdem haben wir einige große gemeinsame Kunden."

Kombination von "Likes" und Einkaufsverhalten

IBM bietet Händlern und Marken Marketinginstrumente an, dabei werden etwa Webseiten-Besuche oder Anrufe bei Kunden-Hotlines registriert. Das soziale Netzwerk kennt die Vorlieben seiner Nutzer. "Unser Kunden haben uns gedrängt, Facebook einzubeziehen, weil es so wichtig ist", zitiert die New York Times den IBM-Manager Deepak Advani. "Auf Facebook verbringen Konsumenten einen großen Teil ihrer Zeit."

Geschäftsmodell: Anzeigen

Früher konnten Werbetreibende Menschen nur aufgrund grober demographischer Merkmale wie Alter, Geschlecht, Einkommen oder Wohnort ansprechen. Moderne Methoden ermöglichen es, auch in sehr kleinen Milieus potentielle Kunden auszumachen - die Menschen mit passgenauer Werbung zu erreichen, bleibt dennoch schwierig.

IBM erhofft sich durch die Kooperation Zuwachs bei seiner E-Commerce-Sparte. Facebook verspricht sich laut Chandler, "effektivere" Werbung in dem sozialen Netzwerk zu schalten, um damit attraktiver für Anzeigenkunden zu werden. "Persönliche Daten werden nicht hin und her gereicht", sagte Chandler der New York Times auf Nachfrage zum Datenschutz.