Von Franziska Schwarz

Die Suchmaschinen-Betreiber von Google haben alle Hände voll damit zu tun, ihre Anzeigenkunden zu beschwichtigen. Denn durch so genannten Klickbetrug werden Kunden wie Unternehmen gleichermaßen geschädigt. Zwei Künstler machen sich dieses System dennoch unvermindert in Robin-Hood-Manier zu Nutze.

Der gewissermaßen unböse Riese Google - das Firmenmotto lautet "Don´t Be Evil"- ist unter anderem auch so groß wegen seiner Werbeeinnahmen. Die Suchmaschine verkauft zwei Arten von Werbeplätzen, mit Hilfe seiner Programme "AdWords" und "AdSense".

Klickbetrug Google GWEI

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Anzeige

Im ersten Fall handelt es sich um Anzeigen, die an ein Suchwort gekoppelt sind, und nach Eingabe des Suchwortes rechts in Googles Suchmaske auftauchen. Googelt man zum Beispiel "Shampoo", erscheinen rechts von der Trefferliste Anzeigen von Shampoo-Anbietern.

Im zweiten Fall verkauft Google Anzeigenplätze auf Webseiten, deren Betreiber bereit sind, eine von Google geschaltete Anzeige auf ihrer Seite zuzulassen. Will etwa ein Shampoo-Anbieter auf einer Webseite werben, die sich um Haarpflege dreht, vermittelt Google eine Webseite, die thematisch gut zum Themenkomplex "Haare" passt. Hier zahlt Google dann auch selbst dem Webseitenbetreiber ein paar Cent pro Anzeigen-Klick.

Sogenannte "Klickbetrüger" stören diese Ökonomie massiv. Seiten wie www.klickbetrug.de bieten sogar Hilfe gegen die Störung der Google-Ads an. Die funktioniert folgendermaßen und ist fast unanständig banal: Klickbetrüger klicken einfach wie wild auf solche Anzeigen. Empörender ist es noch, wenn solche Klicks von einer Maschine produziert werden, die ununterbrochen klickt.

Damit schädigen sie den Werbetreibenden, also den Schampoo-Verkäufer oder auch Schampoo-Verkäufer und Google, je nachdem, welche Banner ihnen zum Klick-Opfer fallen. Im Falle der per "AdSense" platzierten Anzeigen wird neben dem werbenden Unternehmen auch Google selbst geschädigt. Denn jeder Klick kostet ja einen Betrag an den Webseitenbetreiber. Der Werbende jedoch hat immer das Nachsehen, denn er zahlt für ausnahmslos jeden Klick ein paar Cent bis hin zu mehreren Dollars - je nach Klickrate.

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