Verbraucherministerin Ilse Aigner will Schüler besser vor den Gefahren des Internets schützen. Für ihre Kampagne hat sie viele soziale Netzwerke gewonnen - nur eines verweigert sich.

Peinliche Bilder, persönliche Daten, Mobbing: Das Surfen im Internet soll für Kinder und Jugendliche nach dem Willen der Bundesregierung sicherer werden. Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) startete am Dienstag mit dem Familienministerium die Aktion "Watch your web", die vor Gefahren beim Besuch sozialer Netzwerke warnt.

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Ilse Aigner mit Schülerinnen bei der Vorstellung der Kampagne (© Foto: dpa)

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"Man muss sich darüber bewusst sein, dass das Internet nichts vergisst", sagte Aigner. Das Familienministerium warnte, dass die Gefahr der Internet-Kontakte sexuell interessierter Erwachsener mit Jugendlichen zunehme. Intime Informationen gehörten nicht auf öffentliche Plattformen, sagte Staatssekretär Gerd Hoofe.

Fast drei Viertel der 12- bis 19-Jährigen, die im Internet unterwegs sind, haben bereits Erfahrung mit sozialen Netzwerken gemacht. Fast die Hälfte der Jugendlichen besucht jeden Tag ein solches Portal. Jeder vierte wurde schon einmal gemobbt, ergab eine Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest von 2008.

Dabei geraten oft private Fotos und persönliche Ansichten - bewusst oder unbewusst - ins Netz, die für alle sichtbar sind. "Wer im Internet jemandem ein Geheimnis anvertraut, kann es gleich ans Schwarze Brett der Schule hängen", sagte Aigner. Wer sich später bewerbe, könne darauf von einem Arbeitgeber angesprochen werden.

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