Deutsche Jugendschützer warnen: Die Zahl der Foren, in denen Jugendliche Magersucht verherrlichen oder Tipps zum Selbstmord geben, wächst. Doch das größte Problem ist ein anderes.
Jugendschützer haben vor gefährlichen Anleitungen zu Selbstverletzungen oder Selbstmord im Internet gewarnt. Immer häufiger seien Foren im Netz zu finden, die Magersucht verherrlichen oder in denen sich Mitglieder über Suizid-Methoden austauschen, teilte die Zentralstelle der Länder für den Jugendschutz im Internet, jugendschutz.net, am Montag in Mainz mit.
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Die Zahl der Internetforen, die Magersucht verherrlichen, nimmt nach Angaben von Datenschützern zu. (© online.sdedigital)
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Es tauchten auch immer wieder Videos auf, in denen sich Jugendliche bis aufs Blut ritzten. Im vergangenen Jahr kontrollierte die Initiative 19.000 Angebote und registrierte dabei 2400 Verstöße gegen den Jugendschutz.
Fast ein Viertel der Verstöße entfielen auf Angebote, die selbstgefährdendes Verhalten wie Magersucht propagieren - im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte sich der Anteil. Das größte Jugendschutzproblem auf deutschen Internetseiten ist mit 42 Prozent weiter die Pornografie.
Bußgelder drohen
Unzulässige Angebote im Ausland finden sich dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht zum Jugendschutz im Internet zufolge weiterhin vor allem in den USA (52 Prozent).
jugendschutz.net gelang es nach eigenem Bekunden, in drei von vier deutschen Fällen zu erreichen, dass nicht zulässige Angebote schnell geändert oder gelöscht wurden. Wollen Anbieter nicht kooperieren, schaltet die Initiative die Kommission für Jugendmedienschutz ein, die Bußgelder verhängen kann.
Bei ausländischen Angeboten wird auf die Zusammenarbeit mit Plattform-Betreibern und die internationalen Netzwerke gegen Kinderpornografie oder Hass im Netz gesetzt. Auf unzulässige Angebote stößt jugendschutz.net durch Hinweise, die über die Hotline und per E-Mail ((hotline@jugendschutz.net)abgegeben werden können, Kontrollen der wichtigsten Dienste und gezielte Recherchen.
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(sueddeutsche.de/dpa/joku/holz)
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"Bußgelder"?
Aufgrund welcher Rechtsgrundlage?
Regeln eines Verbandes dem man selbst nicht angehört können einem egal sein.
Außerdem scheinen die selbstverständliuch davon auszugehen dass eine Webseite kommerziell sein muss.
Ich las mal einen von deren Birefen. Wie naiv die darin geldbußen verhängen oder androhen, "süß" ;-) .
Der zahlte natürlich nicht, sondern veröffentlichte zum Hohn den Brief.
Suizid ist keine Straftat, und damit auch nicht die Anstiftung oder Verherrlichung.
Man könnte eine Webseite aufbauen die nur das Ziel hat Menschen beim Freitod zu helfen, und die Gegner hätten KEIN Rechtsmittel dagegen.
Oft besteht evtl. der Wunsch mit dem eigenen Tod noch mal richtig Aufsehen zu erregen.
Und wenn man anböte einen Flyer der Webseite herunterzuladen und neben sich zu legen, dürften die Medien daran schon Interesse haben.
Einen 08/15-Abtritt interessiert die Medien doch nicht mehr, aber wenn da ein böser Webseitenbetreiber Suizide sammelt, und juristisch nicht zur Aufgabe zu bringen ist, kann sich jeder der mit seinem Tod für die Seite "wirbt" sicher sein Beachtung zu finden.
Und wenn dann nach 3 Monaten 4 Tote klar mit der Seite in Verbindung zu bringen sind, wird auch das Betroffenheits-Ermittlungs-TV entrüstet darüber berichten.
Im Gegensatz zu iShareGossip müsste man sich aber nicht verstecken.
Im Gegenteil, man könnte sich im Hass seiner Gegner sonnen.
Denn von denen gehasst zu werden die man nicht mag, ist auch eine Form von Anerkennung. Im Grunde besser als ein paar langweilige Unterstützer.
Wenn Menschen wie Margit-Ricarda-Rolf, Rainer Wendt usw. gegen einen kämpfen, ist das eine sehr große Anerkennung der eigenen Arbeit.
Zurück zu deren "Clubstrafen".
Die werden sie wohl kaum rechtlich eintreiben können.
Ich las irgendwo mal einen der Briefe die Jugendschutz.net verteilt.
Ziemlich lustig wie naiv die darin Löschungen fordern und Geldstrafen androhen/verhängen.
Ich überlege selbst so eine Webseite online zu stellen.
Für die nachweisbar zuzuordnenden Toten hätte ich auf der Hauptseite einen dicken Zähler. So eine Art "Siegel" wie viele schon Erfolg hatten. Inkl. "Hall-Of-Fame" mit Abschiedsbrief/Pamphlet/Manifest als Anreiz.
Mit so einer Seite kann man auch politisch arbeiten.
Märthyrerfreitode von Arbeitslosen wie in Frankreich und China würden bei Häufung und Regelmäßigkeit sicher eine Disskusion über das Sozialsystem entfachen.
Auch ein Anreiz. Mit jedem Toten und
Suizid und Selbstverstümmelung ist also ein geringeres Problem als die bildliche Darstellung des Geschlechtsverkehrs.
...sollte man die Berechtigung entziehen
au weia. Treffsicher am Ziel vorbei...
Das grösste Problem ist.... ja was denn nun?
- Suizidanleitungen?
- Pr0n?
Ist nicht das eigentliche Problem, dass Jugendliche überhaupt "anfällig" für derlei sind? Jemand, der ausgewogen und gesund ist, der Zukunftschancen statt -Angst hat, der in einer intakten und geborgenen Umwelt aufwächst.... dem kann das alles nichts anhaben. Im Gegenteil: Für eine Meinungsbildung in einer FDGO sogar eher förderlich. Das Problem ist also eher Symptom denn Ursache. Aber damit liesse sich kein Bußgeld verteilen, vermute ich.
Die hier angeführten "Jugendschützer", Jugendschutz.net sind kritisch zu sehen, die rechtliche Grundlage mit Vorsicht zu genießen.
Jugendschutz.net ist ein Unternehmen, dass Verstöße gegen die deutschen Jugendschutzbestimmungen im Internet abmahnt. Das Unternehmen verfügt weder über exekutiven Kompetenzen, noch handelt es sich um eine staatliche Einrichtung, es arbeitet jedoch der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zu und berät diese.
Alvar Freude vom AK Zensur kritisiert beispielsweise, die Firma übernehme „quasi hoheitliche Aufgaben des Staates“ und habe im Sinne der Akquisition von Projekten ein Interesse daran, das Internet als für Kinder und Jugendliche gefährlich darzustellen. (Quelle über Wiki)