IT-Messe in HannoverCebit-Trends: Hype oder Hirngespinst?

Handy-Internet in Blitzgeschwindigkeit, denkende Häuser und Computer, die auf einen Fingerzeig reagieren: Die Cebit-Zukunftsvisionen versprechen ein digitales Paradies. Doch was ist dran? Ein Realitätstest

Fernsehen und Internet verschmelzen

Die Vision: Fernsehen über das Internet, Internet auf dem TV-Bildschirm. Zwei Medien sollen zusammenwachsen, um dem modernen Medienkonsum gerecht zu werden. Der Flachbildschirm im Wohnzimmer fungiert dabei auch als Steuerung für Stereoanlagen oder sogar Haushaltsgeräte.

Die Realität: Auch wenn es inzwischen Flachbildfernseher mit eingebautem Internetanschluss und Diensten wie Skype-Videotelefonie gibt - das TV-Gerät hat es bislang noch nicht geschafft, zum Medienzentrum zu werden. Ein ungelöstes Problem ist beispielsweise eine Benutzeroberfläche, die ein angenehmes Surfen während des TV-Konsums erlaubt.

Die Prognose: Dank wachsender Bandbreite werden Dienste wie das Internetfernsehen IPTV weiter wachsen, auch das Problem der Benutzeroberfläche wird bald gelöst. Bis zur kompletten Heimsteuerung aller Geräte über den Flachbildschirm wird es allerdings noch Jahre dauern, zumal einheitliche Softwarestandards sich nur langsam durchsetzen.

Bild: iStock 2. März 2011, 11:292011-03-02 11:29:15 © sueddeutsche.de/joku/mri