Ken Stanboroughs iPod explodierte. Apple bot dem Familienvater eine finanzielle Entschädigung an - wenn er über den Vorfall schweigt.
Apple verhängt eine Nachrichtensperre - für einen Familienvater. Das Unternehmen versucht mit einer Vertragsklausel, Ken Stanborough und seine Tochter zum Schweigen zu bringen. Das berichtet das Onlineportal der britischen Tageszeitung The London Times.
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Auf kirotv.com, der Website eines TV-Senders aus Seattle, berichten mehrere Personen von Verbrennungen durch verschiedene iPod-Modelle. (© Foto: dpa)
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Stanborough aus Liverpool hatte seiner elfjährigen Tochter Ellie einen iPod Touch gekauft. "Das Geräte zischte. Ich fühlte wie es in meiner Hand heißer wurde und ich dachte, da ist Dampf", zitiert die Zeitung den 47-Jährigen. Nachdem Stanborough den iPod nach draußen warf, explodierte dem Bericht zufolge das Gerät.
Apple bot Stanborough einen Ersatz an - unter einer Bedingung. In einem Brief des Unternehmens an den Selbstständigen stand: Bei einer Annahme des Geldes, stimmt Stanborough zu, die Bedingungen sowie die Existenz der Abfindungsvereinbarung streng vertraulich zu behandeln. Brechen er oder seine Tochter das Schweigen, müssten die beiden unter anderem mit einer Unterlassungsverfügung rechnen. Stanborough unterschrieb nicht und wandte sich stattdessen an die Presse.
iPod in Flammen
Geräte, die in Flammen aufgehen oder an denen sich der Besitzer verbrennt, sind keine Ausnahmen. Dem amerikanischen Sender KIRO-TV liegt eine 800 Seiten umfassende Untersuchung der Consumer Product Safety Commission (CPSC) vor, einer unabhängigen Behörde der US-Regierung. Der Bericht zeigt auf, dass iPods in mehreren Fällen plötzlich in Flammen aufgingen oder zu rauchen begannen. Auf kirotv.com, der Website des Senders aus Seattle, berichten gleich mehrere Personen von Verbrennungen durch verschiedene iPod-Modelle.
Eine ist Jamie Balderas aus dem US-Bundesstaat Washington. Während sie joggte, überhitzte sich ihr iPod Shuffle und verbrannte ihre Haut. Haylie Mooney aus dem US-Bundesstaat Oregon berichtet von ihrem Fall. Sie hatte ihren iPod an den PC angeschlossen, um Musik auf das Gerät zu laden. Als sie den iPod später in die Hände nahm, verbrannt auch sie sich: "Es war wirklich heiß", erzählt sie. "Es war als würde man das Innere eines Ofens berühren."
Ermittler des CPSC vermuten, dass die Lithium Ionen Batterien die Überhitzungen verursachen. Bereits 2006 riefen Dell und Apple diese zurück, weil sie in Laptops zu ähnlichen Problemen führten. Auf seiner Website apple.com äußert sich das Unternehmen bislang nicht zu den Vorwürfen. Auch Apple Deutschland wollte auf Nachfrage den Bericht der London Times nicht kommentieren und verweist auf eine Aussage im Zeitungstext: Weil das Unternehmen Stanboroughs iPod noch nicht untersucht hat, wird es den Fall nicht kommentieren.
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(sueddeutsche.de)
Rekord in Deutschland
Die Presseabteilung von Apple scheint nicht besonders besonnen auf den Fall zu reagieren. Das Sommerloch tut sein übriges dazu. Trotzdem ist für mich der iPod ein gelungenes Gerät. (ich besitze einen iPod touch).
Übrigens kann dies mit allen Geräten mit der entprechenden Akku-Technik passieren . Genauso wie ein Fußball explidiert den man zu stark aufpumpt.
Nicht für ungut: Ich warte auf die erste "explodierte" "Brommbeere".
"Aber die Fanboys reagieren wie gewohnt. Wenn das Selbstwertgefühl vom Besitz eines i's abhängt, dann muss natürlich das i supertoll sein und jede Kritik an Apple ist dann ein Sakrileg ... ;)"
Ich bin Blackberry-User und hatte noch nie ein i-sonstwas in der Hand ...
Das Apple keine lupenreine PR-Abteilung hat sollte jeder spätestens seit der "Mach das beste aus dem Geld deiner Eltern"-Werbung wissen, aber damit sind sie in ihrer Branche in guter Gesellschaft ....
Im iPod sind B-Batterien verbaut, die in der herstellung 3 Cent weniger kosten.Soviel zu Apple.
kann gerade in den USA noch sehr teuer werden für die Firma. Andere Firmen waren da schlauer, ehrlicher und kundenfreundlicher: Sie haben eine Rückrufaktion gestartet für ihre Laptop-Akkus.
Aufgrund des Verschweigens kann jeder, der von so einem Ding verletzt wird, Apple auf Schmerzensgeld verklagen. Wie das in den USA geht, weiß man ja.
Blöd, dass man den Akku nicht einfach selbst austauschen kann, da wird der Rückruf richtig teuer. Beim Ei-Foon ist das übrigens derselbe Mist. Bei Nokia und Co. mit ihren austauschbaren Akkus wäre das hingegen kein Problem.
" Es geht nicht um die explodierenden Akkus, es geht um eine höchst zweifelhafte Firmenpolitik (Schweigegeld). Wer auf Schein statt Sein setzt, muss eben den schönen Schein unter allen Umständen aufrecht erhalten."
Ein Skandal kostet ein paar Millionen Euro, das Schweigegeld ein paar Tausend. Das ist eine simple betriebswirtschaftliche Rechnung.
*Achtung Ironie* Dank der objektiven, sachlichen und immer sehr hintergründig informierten Berichterstattung, kann man auch nicht erwarten, dass hier nicht ob Klickzahl übertrieben wird. Einer von vielleicht mehreren hundert Akkus im Jahr explodiert und schon schmiert man Wörter wie "iBomb" oder "iPod-Mine" in die Blätter.
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