Von Christopher Schrader

Für das neue iPhone gibt es mehr als 500 Applikationen - vom Offline-Leseprogramm bis zum virtuellen Bierglas. sueddeutsche.de hat einige Anwendungen getestet - von sinnvoll bis bizarr.

Pünktlich zum Verkaufsstart des neuen iPhones 3G am vergangenen Freitag hat Apple auch einen neuen Marktplatz für Zusatzsoftware freigeschaltet. Nutzer eines Geräts mit der neuen Firmware - also auch die Kunden, die den Update auf das erste iPhone gespielt haben - können nun aus rund 500 Programmen wählen.

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Sie werden 18 Kategorien von Lifestyle bis Wirtschaft angeboten, es gibt Software für Musiker, Fotografen, Sportfans und Reisende. iPhone-Nutzer können ihr Handy damit in eine Fernbedienung, Einkaufsliste, einen Zeichenblock, einen Zufallszahlengenerator, ein Laserschwert, ein virtuelles Glas Bier oder eine Taschenlampe verwandeln.

Bibelzitate und Cocktailrezepte

Das Gerät berechnet Trinkgelder ebenso wie die Position von Himmelskörpern und den Geburtstermin anhand der letzten Regel; es hilft dabei, eine Gitarre zu stimmen und gibt als Metronom den Takt vor.

Unternehmensberater können damit Buch über die Stunden führen, die sie an verschiedenen Projekten verbracht haben. Das iPhone kann Bibelzitate, Cocktailrezepte, chemische Moleküle in 3D, einen Reiseführer von San Francisco und den Busfahrplan in Seattle anzeigen.

Und natürlich kann man mit dem Apple-Handy dann auch spielen: Es gibt Rennen auf Steinzeit-Gokarts, die man lenkt, indem man das iPhone vor sich hält wie ein Lenkrad. Es gibt Labyrinthe, durch die man Kugel an Löchern und Hindernissen vorbei rollen lässt, in dem man das Gerät aus der Waagerechten kippt. Brettspiele wie Mah-Jong konkurrieren um die Aufmerksamkeit mit Poker, Billard und Würfeln.

Anna Karenina und Moby Dick für unterwegs

Unter die Kategorie "Unterhaltung" fallen auch E-Bücher: Anna Karenina, Moby Dick oder Joseph Conrads "Herz der Finsternis" für jeweils 79 Cent. Daneben gibt es Radioprogramme, eine codierte Verwaltung für Passwörter, eine Software die einem Finder bei Verlust des Geräts automatisch Finderlohn anbietet und einen japanischen Garten, in dem man zur Entspannung Muster in den Kies harken kann.

Auch die sozialen Internetseiten des Web 2.0 sind vertreten, Facebook, MySpace, Flickr und verschiedene Hilfsmittel für Blogs.

Manche von den Programmen wirken etwas unausgereift und werden in den Rezensionen von den ersten Nutzern verrissen. Andere zeigen durchaus interessante Ideen. Und schließlich gibt es solche, die einfach faszinierend sind.

Auf der nächsten Seite: Wir stellen Beispiele vor.

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