Eigentlich sollte das iPhone in Deutschland ausschließlich über T-Mobile verkauft werden. Jetzt bietet eine Internetfirma das Handy auch hier an - ohne Exklusiv-Vertrag.
Eine Internetfirma bietet da Musik-Handy iPhone bereits jetzt in Deutschland und mehreren europäischen Staaten an, ohne dass Kunden die vom Hersteller Apple vereinbarten Exklusivverträge eingehen müssen. Das Unternehmen Phone&Phone zeigte am Donnerstag auf seiner deutschen Website das Gerät ohne Vertrag für 749 Euro als "sofort lieferbar".
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Es sei nicht blockiert, nehme "jede SIM-Karte an und kann mit Verträgen von allen Anbietern laufen". Beim Mobilfunkanbieter T-Mobile, der mit Apple einen Exklusiv-Vertrag über den Verkauf des Telefons abgeschlossen hat, kommt das Handy erst in zwei Wochen in den Verkauf.
In Frankreich verkauft dasselbe Unternehmen das Gerät bereits mit Mobilfunkverträgen der kleineren Anbieter Bouygues Télécom und Virgine mobile. Es kostet dabei mit Vertragslaufzeiten von einem Jahr 379 beziehungsweise 419 Euro. Eigentlich hat in Frankreich die France-Télécom-Tochter Orange einen Exklusivvertrag mit Apple.
Bei Orange kommt das Gerät erst am 29. November in die Läden. "Solche Praktiken widersprechen der von Apple eingeräumten Exklusivität", erklärte Orange. Das Unternehmen behalten sich "das Recht vor, alle juristischen Schritte einzuleiten, um seine Exklusivität zu wahren."
Phone&Phone-Chef Warren Barthes sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe die Geräte bei seinen üblichen Zwischenhändlern gekauft. Derzeit habe er "einige hundert" Telefone, erwarte aber bald deutlich höhere Stückzahlen. Die Website bittet Käufer, die Software des gekauften Apple-Handys nicht zu aktualisieren, sonst werde das Gerät blockiert und könne nur mit SIM-Karten der Exklusivanbieter laufen. In Frankreich hatte vor einigen Tagen schon eine Filiale der Supermarktkette Leclerc freigeschaltete iPhones ohne Vertrag für 999 Euro verkauft.
Apple versucht in den USA über Updates seiner Software, der Freischaltung der Geräte einen Riegel vorzuschieben. Die Aktualisierungen bieten angeblich Nutzungsverbesserungen an, verhindern aber auch, dass die Geräte von Softwarepiraten freigeschaltet werden. In den Vereinigten Staaten sind laut Apple inzwischen rund 250.000 Geräte im Umlauf, mit denen nicht über den Exklusivanbieter telefoniert werden muss.
(AFP/mri)
Kuriose Schilder (4)
Da hat die Firma Phone&Phone aber eine gute Presseabteilung!
Dass es neben eBay auch andere Shops in D gibt, die dieses Gerät auch und noch billiger anbieten, vergass man leider auch bei der SZ zu recherchieren: bei fashion-electronics.de bekommt man das iPhone mit 8GB für 649,-Euro, also fast 16% billiger als bei Phone&Phone. Und zwar inkl. Zoll und MwSt. sowie mit 2 Jahren Gewährleistunge und 1 Monat Umtauschrecht.
Imho viel zu teuer für ein Telefon, dem man dann auch noch jeden Software-Update vorenthalten muss aber das ändert nichts daran, dass hier wieder einmal irgendeine PR-Meldeung ohne eigene Recherche veröffentlicht wurde...
@freefly
(25.10.2007 20:30:55 , "empfindliche hellseher")
Die Industrie hat sehr wohl ihre Tests. So läßt Nokia z.B. ihre Geräte
aus "typischer Falllhöhe" von etwa 1,5m fallen und untersucht sie danach.
Die Geräte schlagen aufgrund ihres Schwerpunktes immer auf die Gehäuse-
ecke auf. Dabei soll das Gehäuse trotzdem nicht auseinander fliegen und
das Gerät noch funktionieren.
Ich befürchte jedoch, daß der Sinn des Kommentars zum Design des
iPhones an Ihnen vorüber gegangen ist. Design hat nicht nur mit dem
"Aussehen" zu tun, ob "cool" oder nicht.
It´s design, .... !
MfG
Zack
Microsoft ist bei Computer Betriebssystemen Marktführer. Ein Grund dafür: Apple hatte es keinem weiteren Hersteller von Hardware gestattet, Computer mit MacOS anzubieten. Anders ausgedrückt: wer Apple OS wollte war vertraglich an Apple Hardware gebunden. Jetzt wird der Fehler wiederholt: wer iPhone will muss (in Deutschland) T-Mobile kaufen. Wer T-Mobile aber zu teuer findet oder wie ich, einfach noch nen Vertrag bei O2 hat, der noch 20 Monate läuftt, wird iPhone nicht kaufen obwohl er es eigentlich gerne täte. Ergebnis: viel geringere Absatzzahlen und eben - wie hier geschildert - ein schöner bunter Schwarzmarkt.
schon erstaunlich, welch detaillierte horrorszenarien sich manch einer hier ausmalen kann ohne jemals mehr als ein bild vom i.phone gesehen zu haben.
am tag nach der u.s. markteinführung gab es im netz einen videoclip, in dem einer das handy auf die unterschiedlichsten bodenbeläge warf ohne nennenswerten schaden zu produzieren. und neben solchen hobbytest wird es sicher auch dort drüben professionelle tester geben, die das ding inzwischen unter die lupe genommen haben.
ob da bei dem ja unzweifelhaft bestehenden medienhype nicht doch vielleicht mal eine kleinigkeit à la "schick aber empfindlich" zu lesen gewesen wäre?
@paradox
im gesetz gibt es meines (laien)wissens lediglich eine sachmängelhaftung und die vermutlich nicht ohne die möglichkeit einer entsprechenden ausschlußklausel.
@itac:
(25.10.2007 13:36:31, "selbst testen! ")
Zwischen "druckempfindlich" und "empfindlich" ist vor allem im Hinblick
auf die Nützung dieses touch-screen-Geräts ein großer Unterschied.
Ich hoffe, daß es möglichst druckempfindlich im Sinne der Nützung
(Fingerdruck) und zugleich wenig allgemein empfindlich ist. Technisch
könnte dies ein ganz schöner Spagat sein. Testen ? Mir fallen auf
Anhieb zehn Sachen, für die ich meine Zeit lieber investieren möchte.
Egal wie - schlägt so ein (touch-)screen gegen etwas Kleines/Spitzes
(Tischecke/....), so ist die Sache höchstwahrscheinlich hin, da völlig
ungeschützt (ob empfindlich oder nicht). Es geht (mir) ums design,
grundsätzlich.
MfG
Zack
Paging