iPad, Surface oder Android iPad nicht mehr an der Spitze

"In allen drei Betriebssystem-Fraktionen gibt es Langläufer, das iPad steht nicht mehr allein an der Spitze." Ein 100-Euro-Tablet ist ziemlich sicher kein Dauerläufer. In dem Bereich haben habe man noch kein richtig gutes Android-Tablet gefunden. Bei Billigtablets werde auch an Display und Komponenten gespart. "Das bedeutet geringe Auflösung, geringe Übersicht, man muss viel scrollen und zoomen, und es ruckelt öfter mal", erklärt der Experte. "Das kann nach ein, zwei Wochen anstrengend werden."

RAM und CPU sind keine eindeutigen Indikatoren für Gerätegüte. "Es bringt wenig, die Datenblätter zu studieren, es kommt darauf an, wie die Hersteller das Zusammenspiel von Hardware und Software austariert haben", sagt Wölbert. "Wichtig ist, wie flüssig die sich anfühlen." Im Gegensatz zur Akkulaufzeit kann man Handling und Bildschirm im Laden prüfen. "Beim Display sieht man schnell, ob Farbe, Helligkeit, Schärfe und Blickwinkel stimmen, wenn man es in der Hand hält", sagt Wolf. "Um die 200 Euro findet man schon ordentliche 7-Zoll-Tablets."

Während beispielsweise auf Nexus-Tablets Android in Reinform läuft, gibt es auch Anbieter, die mit günstigen Geräten Kunden binden wollen. "Das Betriebssystem der Kindle-Fire-Tablets basiert zwar auf Android, ist aber sehr geschlossen und auf Amazon-Dienste zugeschnitten", erklärt Wolf. Wer das Gefühl hat, dass ihm der im Wunschtablet verbaute Speicher nicht genügt, sollte auf einen SD-Karten-Slot achten.

"Beim iPad gibt es keinen, und auch längst nicht alle Android-Geräte haben einen", sagt Wolf. Bei Android-Tablets kann es vorkommen, dass sich Apps nur im internen Speicher und nicht auf SD-Karte installieren lassen. Einige Tablets haben keinen Standard-USB- und HDMI-, sondern einen proprietären Anschluss. Mitgeliefert werden dann Spezialkabel zum Aufladen und für den PC-Anschluss, erklärt Wolf. Das Adapterkabel für den HDMI-Videoausgang etwa muss man in solchen Fällen extra kaufen.

Wer USB-Speichermedien nutzen möchte, sollte darauf achten, dass das Tablet nicht nur einen Client-, sondern einen Host-USB-Anschluss hat. Anders als WLAN ist UMTS noch kein Standard. "Ein UMTS-Modem kann praktisch sein, aber nicht jeder braucht es", sagt Wolf. Fürs gelegentliche Surfen unterwegs kann das Smartphone als WLAN-Hotspot das Tablet ins Netz bringen. Integriertes UMTS ist für mobile Vielsurfer praktischer, erfordert aber einen eigenen Datentarif.