Bei Veranstaltungen wie dem IT-Gipfel wird vom schnellen Internet geschwärmt - doch in ländlichen Gegenden versagt der Markt.
Eine zukunftsfähige Volkswirtschaft benötigt Datenautobahnen. Darüber sind sich Politik, Wissenschaft und Wirtschaft einig, wie sich beim IT-Gipfel in Stuttgart an diesem Dienstag wieder zeigen wird.
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Schnelle Breitbandverbindungen sind kein Gottesgeschenk (© Foto: iStock)
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Geht es jedoch um den Bau von Breitbandnetzen mit Glasfasersträngen, haben andere Länder einen Vorsprung. Dagegen gibt es zwischen Flensburg und Rosenheim noch viele mit DSL-Anschlüssen unversorgte Flecken.
Dies liegt auch an dem Zwist zwischen dem ehemaligen Monopolisten Telekom und seinen Konkurrenten über die Nutzung der Infrastruktur, zum Beispiel der grauen Kästen, die vielerorts am Straßenrand stehen. Sie dienen als Übergabeknoten zwischen der Glasfaser und dem letzten Verbindungsstück in die Haushalte, meist eine alte Kupferleitung.
Nutzungsrechte sind nur eine Seite
Nach dem Machtwort der Regulierungsbehörde dürfen die Konkurrenten nun gegen eine Gebühr die Kästen der Telekom benutzen, ebenso wie Kabelschächte oder ungenutzte Glasfaser. Alles dies hatte die Telekom bislang abgelehnt. Der Regulierer verhindert nun, dass volkswirtschaftlich unsinnige Doppelstrukturen gebaut werden. Außerdem haben die Unternehmen nun mehr Sicherheit für ihre Investitionen. Dies stärkt den Wettbewerb.
Trotzdem werden deswegen nun nicht alle Regionen an das schnelle Netz angeschlossen. Vielerorts rechnet sich das für die Telekommunikationsfirmen auch weiter nicht. Eine angemessene Technik wird im ländlichen Raum nur gebaut, wenn der Staat dies entsprechend fördert. Hier versagt teilweise der Markt.
Wenn Länder und Regionen wie Südkorea oder Skandinavien weiter sind, dann liegt dies daran, dass die Regierungen dies erkannt und mehr Geld für Netze ausgegeben haben.
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(SZ vom 08.12.2009)
Wirbel um Obama-Biographie
Es gab einmal ein Unternehmen, das war in staatlicher Hand. Dieses Unternehmen musste die Leitungen dahin legen, wo die Menschen waren. Dann hat der Staat dieses Unternehmen in die "Freiheit" entlassen. Nun aber wollte das Unternehmen nicht mehr länger auf den Staat hören, nannte seine zuvor gelegten Leitungen nun neudeutsch "dirty last mile" und verlangte von jedem, der sie nutzen wollte, immens viel Geld. Da aber die Menschen nicht mehr allesamt auf einem Haufen leben wollten, zogen sie auf's Land (weil ihnen auch die Stadt zu teuer wurden). Da aber das ehemalige Staatsunternehmen keine Lust hat, diesen Landmenschen auch den Zugang zum dem zu geben, was die Menschen in der Stadt haben, versagt deshalb einfach der Markt.
Entschuldigung, aber welcher Markt soll das sein? Da gibt es keinen Markt, nur einen einzigen großen Noch-Immer-Monopolisten. Deshalb heißt auch die kleine graue Dose im Keller Monopoldose und nicht RundumsorglosZentralanschluss.
Es wäre daher schön zu lesen, irgendwann von einer Versorgungsverpflichtung dieses Unternehmens zu lesen anstatt solch einen Schmarrn wir "Hier versagt der Markt." Für die Dirty Last Mile gibt es keinen Markt, hier gibt es nur ein Monopol.
"doch in ländlichen Gegenden versagt der Markt. "
Der Markt kann doch nicht versagen, niemals - schreiben sie bitte nicht solches Teufelszeug SZ! Ich bin mir sicher die unsichtbare Hand des Marktes wird irgendwann auch noch ein DSL Kabel bis an den Südpol verlegen.
Herr Beise, übernehmen Sie!
"Eine angemessene Technik wird im ländlichen Raum nur gebaut, wenn der Staat dies entsprechend fördert." 10 - 15 KM von München entfernt, und man befindet sich, telekommunikationstechnisch gesehen, in der Steinzeit. Während in viele Gemeinden im Bayerischen Wald die Menschen schnellstes DSL nutzen können. Es liegt eigentlich nicht am 'Staat', viel mehr an der Kommunalpolitik.
Ein Markt kann nur dann konkurrenzfähig gedeihen, wenn die Infrastruktur vom Staat geschaffen wird. Das gilt für Stromleitungen, Netz- und Telefonleitungen, Postverteilung, Wasserversorgung, Kanalisation und Müllentsorgung.
Durch diese Dinge werden Märkte überhaupt erst erschlossen und eröffnet, aber es zeigt sich in jedem Fall, dass es bei einer privaten Vergabe zu Verwerfungen kommt. Speziell dann, wenn man einen ehemaligen Staatsbetrieb zum Monopolisten macht, von dem erst einmal alle abhängig sind.
Wie lange haben sich diese magentafarbenen Möchtegernbeamten gesträubt, endlich mal eine vernünftige Flatrate anzubieten? Und die Konkurrenz, gerade für kleine Anbieter, ist gerade auf dem Land nicht wirklich möglich.
DSL lässt sich am Besipiel von Litauen auch sehr einfach und kostengünstiger als über Kabel, per flächendeckendem Funknetz verbreiten. Die Verantwortlichen haben hier nach dem Zusammenbruch des Ostblockes die Möglichkeiten abgewogen und sich für eine zukunftsträchtige Technik entscheiden.
Diese Technik wird auch von "privaten" in ländlichen Gegenden immer mehr angeboten.
Leider setzen auch die Großen wie, 1&1, Freenet und wie die anderen Schmarotzer alle heißen auf das von uns allen bezahlten Telefonnetz um Ihre Profitgier zu stillen.
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