Mit einem neuen Werbekonzept will YouTube künftig mehr Geld einnehmen. Passende Anzeigen zu den Videos sollen die Nutzer zum Shoppen motivieren.
Die Video-Plattform YouTube hat in den USA einen neuen Kanal fürs Online-Shopping gestartet, um ihrem Mutterunternehmen Google mehr Geld als bisher in die Kassen zu spülen. Zum Start wird der Verkauf von Songs der Musikanbieter EMI und Universal sowie von Electronic-Arts-Computerspielen angeboten. Später sollen passend zum Inhalt der Videos alle möglichen anderen Produkte angeboten werden.
YouTube: Mit einem neuen Werbekonzept sollen bei der Google-Tochter die Einnahmen sprudeln. (© Foto: dpa)
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YouTube arbeitet dabei mit externen Shopping-Portalen wie iTunes oder Amazon zusammen, die über "Click-to-Buy-Links" erreicht werden. Für jeden auf diesem Weg abgeschlossenen Verkauf erhält YouTube eine Provision. Eine Ausweitung auf Regionen außerhalb der USA ist geplant, ein Zeitplan ist dafür aber noch nicht bekannt. "Das ist gerade der erste Schritt in diesem Unternehmen", erklärte YouTube-Manager Shishir Mehrotra.
Bisher geringe Einnahmen
Die Popularität von YouTube ist zwar ungebrochen. Bislang hat Google aber nur vergleichsweise geringe Erlöse gesehen - gemessen an dem vor zwei Jahren auf den Tisch gelegten Verkaufspreis von 1,76 Milliarden Dollar. Die Einnahmen, zumeist aus der Werbung, werden in diesem Jahr etwa 200 Millionen Dollar erreichen.
Allein in den USA schauen sich jeden Monat nahezu 100 Millionen Menschen bei YouTube um. Sie haben die Wahl unter rund fünf Milliarden Videos. Und sie sind es gewohnt, dass diese Filme frei von Werbeeinblendungen sind. Google lässt der Tochterfirma bisher alle Zeit, ihr eigenes Geschäftsmodell zu entwickeln. Mit erwarteten Einnahmen von mehr als 20 Milliarden Dollar in diesem Jahr gibt es für den Marktführer bei Online-Werbung keinen Druck, die Rendite bei YouTube schnell in die Höhe zu treiben.
Google-Vorstandschef Eric Schmidt hat allerdings erklärt, dass YouTube eine riesige Geldquelle sein werde, sobald erst einmal die richtige Werbeformel für dieses besondere Format gefunden sei. Dies sei nicht weniger bedeutend als die Suche nach dem Heiligen Gral.
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(AP/Michael Liedtke/heh)