50.000 Unterschriften in nur vier Tagen: Die Petition gegen Internetsperren ist überraschend erfolgreich. Damit setzen die Gegner Bundesfamilienministerin von der Leyen unter Druck.
Erfolg für die Kritiker von Internetsperren in Deutschland: Eine Online-Petition gegen das Gesetz zur Eindämmung von Kinderpornografie im Internet hat am Freitag nach nur vier Tagen 50.000 Unterstützer gefunden.
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Stopp-Schild gegen Kinderpornohraphie (© Foto: dpa)
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Damit ist die Mindestzahl erreicht, ab der sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Antrag in einer öffentlichen Sitzung beschäftigen muss. Die Pläne der Regierung seien ungeeignet, den Missbrauch von Kindern zu verhindern, heißt es in der Petition, die von der 29-jährigen Berlinerin Franziska Heine initiiert wurde.
Grundrecht auf Informationsfreiheit
Zudem gefährdeten sie das Grundrecht auf Informationsfreiheit. Das Parlament müsse die vom Kabinett beschlossenen Änderungen am Telemediengesetz stoppen.
Laut Gesetzentwurf soll das Bundeskriminalamt (BKA) Websites mit Kinderpornografie benennen, welche die Internet-Provider dann sperren müssen. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will damit einen Großteil der Zugriffe auf kinderpornografische Inhalte im Internet verhindern. Kritiker halten die Sperren für nutzlos und sehen in der BKA-Liste ein Instrument zur Zensur.
(dpa/mri)
81 bisher, kommt Leute bist sie morgen ausläuft kriegen wir die 100 noch voll. Wie heißt es in WC4 so schön " Der preis der Freiheit ist ständige Wachsamkeit."
Ich würde mir wünschen, dass der Sohn oder die Tochter eines Abgeordneten, der für dieses Ermächtigungsgesetz stimmt, ein paar Tage später mal eine Hausdurchsuchung verursacht!
Über gute Kontakte zur Polizei habe ich kürzlich erst erfahren, dass deren Anzahl drastisch zunimmt. Die Leute dort wissen gar nicht, wann sie den ganzen Kram noch sichten sollen, der da herumsteht.
Bei bestimmten Vorwürfen - dieser ist ganz sicher einer davon - ist es dann ja auch gar nicht so ohne, wenn er monatelang im Raum steht und z.B. auch am Arbeitsplatz durchsucht wird! So etwas bleibt auch an einem Unschuldigen kleben, selbst wenn es sich schließlich in Luft auflöst!
Die CDU bekommt bei keiner Wahl in diesem Jahr meine Stimme. Die einzige Partei, die Bürgerrechte tatsächlich noch als Wahlkampfthema hat, ist wohl die FDP...
Schlimm, daß die Regierung für so einen technischen Unfug Geld ausgibt.
Wenn ich bspw. hier auf der Sueddeutschen ein Stoppschild sähe, dann würd ich einfach die IP direkt eingeben und gut ist. Die Regierung läßt ja lediglich die DNS-Verknüpfungen entfernen:
213.221.91.5 anstatt sueddeutsche.de geht genauso gut.
deren Begründung deutlich besser in Form gebracht wurde und mittlerweile knapp 70.000 Zeichner aufweist:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860
"Als dann eine Version der Verbotsliste ins Internet kam, waren das viele regierungskritische Seiten und Blogs, und die wenigen Pornografie-Seiten avancierten zu Geheimtipps."
Mir wird immer bewusster, dass mein nächster Urnengang maßgeblich vom Thema Bürgerrechte beeinflusst wird.
Mir macht die Demokratiefeindlichkeit gerade der großen Volksparteien extrem Angst.
Paging