Ließ Google Geschäftsverhandlungen mit einer Microsoft-Tochter platzen, weil diese das Unternehmen beim Kartellamt angeschwärzt hatte? Die Behörden ermitteln nun.
Das Bundeskartellamt hat ein Bußgeldverfahren gegen den Internetriesen Google eingeleitet. Als Reaktion auf eine Kartellbeschwerde soll das Unternehmen bei der Microsoft-Tochter Ciao die Verhandlungen über einen auslaufenden Werbevertrag abgebrochen haben, erklärte ein Kartellamtssprecher am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der Wirtschaftswoche.
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Nicht nur wegen der bunten Farben steht Google im Blickfeld (© Foto: dpa)
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Die deutschen Zeitschriften- und Zeitungsverleger, aber auch Microsoft setzen sich derzeit mit einer Kartellbeschwerde gegen den Internetriesen zur Wehr. Die Verlagsbranche kämpft seit längerem für eine Verschärfung des Schutzes geistigen Eigentums im Internet. Bei der Beschwerde der Microsoft-Tochter Ciao geht es dem Vernehmen nach um Vertragsbestandteile im Zusammenhang mit einer Werbepartnerschaft.
Bei dem nun eingeleiteten Verfahren gegen Google handele es sich allerdings nicht um einen möglichen kartellrechtlichen Verstoß, betonte der Kartellamtssprecher. Es gehe allein um die Frage, ob der Suchmaschinenkonzern gegen das Verbot verstoßen habe, einen anderem Unternehmen wirtschaftlichen Nachteil zuzufügen, weil dieses ein Einschreiten der Kartellbehörde beantragt oder angeregt habe.
Keine schnelle Entscheidung
Der Unternehmenssprecher von Google wies die Vorwürfe von Ciao auf Anfrage zurück und verwies auf eine spätere Erklärung. Ein Sprecher von Microsoft war zunächst nicht zu ereichen.
Das Bußgeldrahmen, an dem sich das Kartellamt orientieren kann, liegt laut Sprecher bei bis zu zehn Prozent des von Google erwirtschaften weltweiten Umsatzes. Tatsächlich dürfte eine mögliche Buße aber deutlich niedriger ausfallen. Eine schnelle Entscheidung über das Verfahren sei nicht zu erwarten, sagte der Sprecher. Zunächst einmal würden der Sachverhalt festgestellt und eine Stellungnahme von Google eingeholt.
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Kuriose Schilder (4)
Das ganze Theater ist einfach nur lachhaft.
Der deutsche Standard-Jurist im Staatsdienst (Komplett weltfremd ausgebildet und größtenteils technologischer Analphabet (man muss sich nur die Historie und Fachliche Qualität Internet-bezogener Urteile anschauen)) hat doch gar keine Ahnung bzw. Qualifikation zu wissen, was er tut bzw. prüfen soll.
Google hat seine Stellung am Markt da die Internetuser Google nutzen und nicht weil es Kartellabsprachen gibt. Wie kann eine Kartellbehörde legal vorgehen wenn es keine rechtliche Handhabe dafür gibt?
Und die lieben deutschen Verleger die Profiteure einer weltfremden und rechtlich Fragwürdigen (legal????) Buchpreisbindung (die zum Glück über Amazon endlich Übergangen werden kann). Hier der deutsche Standard Manager, auch weltfremd und unzureichend (ungenügend) Ausgebildet (Ideologie statt Ausbildung zur Rationalität) will nun seine Inkompetenz in Sachen Globalisierung, freiem Welthandel, fehlendem technischen Sachverstand, ungenügendem Willen zum Wandel und komplettem fehlen von Visonen (der berühmte Blick über den Tellerrand) nun durch eine hirnrissige Anzeige beim Kartellamt wettmachen lassen???? Lachhaft diese Art kompletter Manager Inkompetenz (oder Inkontinenz?).
Die deutschen (aber auch die restlichen europäischen, z.T. auch amerikanischen Verlage) haben es leider nie kapiert was das Internet ist und welche Chance es gerade ihrer Zunft bietet. Aber wie ich es immer sage: konservativ sein macht eben in gewisser Weise dumm und Unfähig für notwendige Veränderungen und Verlage sind eben konservative Läden. Die neuen Verlage u.a. O'Reilly und andere Verlage des 21.Jahrhunderts haben es von Anfang an richtig gemacht und das neue Medium für sich genutzt.
Wie in der Natur muss das alte und nicht mehr anpassungsfähige eben aussterben und das ist auch gut so. Da helfen auch keine sinnlosen nationalen Gesetze.
Der Internetuser entscheidet heute mit der Maus wo er einkauft, was er anschaut, was er wann und wo liest ... Eben schlechte Zeiten für nicht anpassungsfähige konservative Unternehmen. Eben selbst Schuld am Niedergang.
Ein letztes: das Internet wird langfristig Nationalstaaten und nationales Recht obsolet (überflüssig) machen und das ist erst recht gut so. Es werden sich "virtuelle Staaten" gründen und die alten endlich an das berechtigte und notwendige Ende bringen. Und das ist schon längst überfällig.
Sehr geehrte Benutzer,
ein kurzer Hinweis: Der zweite Teil des Textes entstammt dem Artikel von Johannes Boie aus der heutigen Zeitung - ich denke, er ist für die Einordnung des Konflikts recht hilfreich.
Für Rückfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung.
Mit besten Grüßen,
Johannes Kuhn, sueddeutsche.de