Internetadressen müssen künftig nicht mehr aus Zahlen oder lateinischen Buchstaben bestehen: Von 2010 an sind Namen auch mit anderen Zeichen möglich.
Die Internetnutzung wächst mit rasender Geschwindigkeit, nicht nur in Europa und den USA. Dem trägt nun die internationale Internetverwaltung Icann Rechnung: Ab dem kommenden Jahr soll es erstmals auch Internetadressen ohne lateinische Buchstaben geben.
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Han - chinesische Schriftzeichen: Bald auch im Adressfenster des Browsers zu finden (© Foto: iStockPhoto)
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Wie die Organisation verkündete, soll am Freitag ein entsprechender Beschluss gefällt werden. Damit soll es erstmals möglich sein, auch komplette Internetadressen mit chinesischen, koreanischen, japanischen, arabischen, griechischen oder kyrillischen Schriftzeichen zu registrieren. Bisher war es nur erlaubt, einzelne nicht lateinische Buchstaben in eine Adresse zu integrieren.
Peter Dengate Trush, Vorsitzender des Icann-Boards, sprach von der "größten technischen Veränderung des Internets seit seiner Einführung vor 40 Jahren". Icann-Präsident Rod Beckstrom sagte vor Journalisten in Seoul, mehr als die Hälfte der 1,6 Milliarden Internetnutzer stammten aus Ländern, die keine lateinischen Schriftzeichen benutzten.
Endungen wie .bank möglich
Die Icann will die Reform am Freitag zum Ende eines sechstägigen Treffens im südkoreanischen Seoul beschließen. Anträge auf Registrierung neuer Adressen sollen ab kommendem Monat entgegengenommen werden. Die ersten Adressen sollen Mitte 2010 freigeschaltet werden.
Auch die Top-Level-Domains, die Endungen von Internetadressen, werden reformiert: So sollen künftig internationale Endungen wie .post oder .bank möglich sein. Letztere sollen allerdings nur an autorisierte Geldhäuser ausgegeben werden.
(AFP/sueddeutsche.de/joku/beu)
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