Schön wär's: "Glueckwunsch: Ihr WM Ticket" - wer E-Mails mit dieser Betreffzeile erhält, hat nicht etwa Karten gewonnen, sondern schwebt möglicherweise in Gefahr, etwas anderes zu verlieren: seine Daten.

Computerexperten und das WM-Organisationskomitee (OK) warnen vor einem Computerwurm, der als Trittbrettfahrer der Vergabe für die Eintrittskarten zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 durch das Internet geschickt wird.

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Eine Mail täuscht den Empfängern vor, dass sie Karten für die Fußball-WM in Deutschland gewonnen haben und fordert sie auf, die angehängte Datei zu öffnen, um weitere Details zu erfahren.

Der Anhang sei mit Sicherheit verseucht und dürfe auf keinen Fall geöffnet werden, warnte das OK. Der Anhang und die Absenderadresse Ticket@fifa.ee oder Gewinn@fifa.de seien klare Indizien für eine verseuchte E-Mail.

Ticketkäufer, die bei der zweiten Verkaufsphase am 2. Mai 2005 erfolgreich waren, hätten ihre erste Bestätigung direkt während des Bestellvorganges online erhalten, stellte das OK klar. Die per E-Mail versandten Bestätigungen des OK FIFA WM 2006 enthalten demnach auf keinen Fall einen Anhang.

Ticket-Besteller, die sich an der ersten Verkaufsphase der WM-Tickets beteiligt hatten, waren laut OK bereits am 22. April 2005 benachrichtigt worden. Spätere Benachrichtigungen seien ausgeschlossen.

Den Antiviren-Softwareherstellern Trend Micro und F-Secure zufolge enthält der Dateianhang eine neue Variante des Computerwurms "Sober". Die E-Mails mit deutschsprachigem Text seien bislang aus Deutschland und den USA gemeldet worden, hieß es. Ob der Wurm sich nur verbreitet oder ob er auch an den befallenen Computern Schaden anrichtet, konnte zunächst nicht geklärt werden.

Öffnet ein Nutzer den im zip-Format versandten infizierten Anhang, verschickt der Wurm Kopien von sich an weitere E-Mail-Adressen. Die Nachrichten tragen demnach Betreffzeilen wie: "Ihr Passwort.Msg", "Glueckwunsch: Ihr WM Ticket" oder "WM-Ticket-Auslosung". Daneben seien auch Betreffzeilen wie "Ich bin's, was zum Lachen", "Mail-Fehler", "Ihr Passwort" und "Ihre E-Mail wurde verweigert" möglich.

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(sueddeutsche.de/AP)