Die Internetverwaltung ICANN hat sich entschieden, Domains mit der Endung "xxx" nicht zuzulassen.

Es wäre schon praktisch gewesen: Alle Websites, die irgendwie mit Schweinkram zu tun haben, erhalten die Endung ".xxx". Am Arbeitsplatz, daheim und für Kinder sowieso werden diese Seiten dann einfach gesperrt. So wie in St. Pauli halt auch nicht jeder in die Herbertstraße reingelassen wird. Und die, die unbedingt einschlägige Seiten besuchen wollen, finden sich auch noch besser zurecht.

Aus für ".xxx"- Domains

Kein Rotlichtviertel im Internet. (© Foto: dpa)

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Doch aus dieser schönen Idee wird nichts. Es wird kein virtuelles Rotlichtviertel im Internet. Die Internet-Verwaltung ICANN entschied sich am Mittwoch dagegen, die Endung "xxx" für pornografische Websites zuzulassen.

Nach massiven Protesten seitens der US-Regierung, konservativer Gruppen aber auch von Pornoseiten-Betreibern entschied sich die Internetverwaltung am Mittwoch dagegen, die Endung zuzulassen. Gegner führten als Argument an, dass die Kennzeichnung nicht als Filter funktioniere, sondern im Gegenteil ein leichteres Auffinden ermögliche.

Der erste Anlauf zur Einrichtung einer ".xxx"-Domain scheiterte bereits vor einigen Jahren. Auch beim zweiten Anlauf gab es Widerstand vor konservativen Politikern in den USA. Einige US-Senatoren sahen den Rotlichtbezirk im Internet allerdings auch als Hilfsmittel zum Schutz der Jugend.

Die Ablehnung im ICANN-Vorstand erfolgte mit einem Abstimmungsergebins von 9 zu 5. Eine genaue Begründung will die Organisation zur Internet- und DNS-Verwaltung noch in dieser Woche vorlegen. ICANN-Chef Paul Twomey versicherte allerdings, die Entscheidung sei nicht aus politischen Gründen gefallen.

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(AP)