Mit Hilfe einer falschen Rechnung und einer täuschend echten Kopie der PayPal-Seite versuchen Betrüger derzeit, Kundendaten zu ergattern. Schutz gibt es - allerdings nicht kostenlos.
Webseiten sind leicht zu kopieren -was sich nun offenbar einige Internet-Betrüger zunutze machen. Sie fälschen nach Angaben von Verbraucherschützern die Präsenz des Bezahlsystems Paypal, um Kunden darauf zu locken.
Anzeige
Wer auf der Seite seine Daten eingibt, müsse damit rechnen, dass bei ihm in Zukunft einfach Geld vom Konto abgebucht wird, warnt die Verbraucherzentrale Leipzig in Sachsen. Sie geht von einem "kriminellen Angriff" auf die Paypal-Kunden aus.
Zahlreiche Menschen hätten E-Mails von der Domain imaxinternational.com erhalten, in denen sie zur Zahlung von rund 243 Euro an einen bestimmten Händler aufgefordert werden, schildert die Verbraucherzentrale. Um dieser Zahlung zu entgehen, fordert der Absender dazu auf, sich mit E-Mail-Adresse und Passwort ins Paypal-Konto einzuloggen.
Klickt der Verbraucher auf den angegebenen Link, lande er jedoch auf der präparierten Betrüger-Webseite, die der offiziellen Paypal-Seite ähnele. Dort werden über die Eingabe die Kundendaten abgegriffen. Internetnutzer sollten nicht in Panik geraten, wenn sie eine offizielle Forderung mit Paypal-Signatur erhalten, raten die Verbraucherschützer.
Um solche Angriffe abzuwehren, muss der Kunde allerdings zahlen. Das Unternehmen bietet für einmalig 4,95 Euro einen Sicherheitscode an. Ein Gerät erzeugt dann immer für kurze Zeit eine sechsstellige Zahlenfolge, die der Nutzer beim Einloggen eingibt. Oder er lässt sich den Code auf sein Handy schicken. Abgefischte Daten seien dann für Angreifer wertlos.
- BKA rät zur Vorsicht beim Online-Banking Datendiebe mit Deutschschwäche 29.07.2010
- Neue Ebay-Regeln Wut über Paypal-Zwang 02.02.2010
- Trickreicher Hackerangriff Ein kurzes, heißes Leben 02.08.2010
- Zehn Jahre "I love you"-Wurm Liebesvirus mit fatalen Folgen 04.05.2010
- Ebay und sein Bezahldienst Pay-Pal Die Kassierer 22.10.2010
- Ebay Befreiungsschlag durch PayPal 22.07.2010
- Auktionen bei Ebay Paypal-Zwang ist rechtens 24.04.2010
(sueddeutsche.de/dpa/joku)
OB-Kandidatin Nallinger
was ein Quatsch... einfach gelegentlich das HIRN einschalten und benutzen. Dann prüft man zuerst, ob man irgendwo 243 Euro zu bezaheln hat oder nicht. Und klickt nicht auf jeden Link der in solchen Mails steht...
Sie haben es geschafft "Phishing" als Neuigkeit zu verkaufen. Diese Betrugsmasche ist etwa so alt wie das Online-Banking.
Mobile-Tans per Handy oder TAN Generator sind definitiv ein Sicherheitsfortschritt. Allerdings verstehe ich nicht, wie ein Finanzinstitut noch ohne auskommt bzw. den Kunden dafür bezahlen lässt. Gerade SMS sind in Massen eingekauft spottbillig, aber Banken wie die Norisbank lassen sich diese Extra-Sicherheit vom Kunden bezahlen.
Mobile Tan Generatoren werden nicht nur von Paypal eingesetzt, sondern viele Unternehmen haben dieses auch um Zugriffe auf besonders sensible Daten abzusichern (z.B. Lufthansa Buchungssysteme des fliegenden Personals). Der Verifizierungs-Dienst wird nach meinem Kenntnisstand von Verisign angeboten.