Internet-Betrug Abzocke mit falschem Paypal-Zwilling

Mit Hilfe einer falschen Rechnung und einer täuschend echten Kopie der PayPal-Seite versuchen Betrüger derzeit, Kundendaten zu ergattern. Schutz gibt es - allerdings nicht kostenlos.

Webseiten sind leicht zu kopieren -was sich nun offenbar einige Internet-Betrüger zunutze machen. Sie fälschen nach Angaben von Verbraucherschützern die Präsenz des Bezahlsystems Paypal, um Kunden darauf zu locken.

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Wer auf der Seite seine Daten eingibt, müsse damit rechnen, dass bei ihm in Zukunft einfach Geld vom Konto abgebucht wird, warnt die Verbraucherzentrale Leipzig in Sachsen. Sie geht von einem "kriminellen Angriff" auf die Paypal-Kunden aus.

Zahlreiche Menschen hätten E-Mails von der Domain imaxinternational.com erhalten, in denen sie zur Zahlung von rund 243 Euro an einen bestimmten Händler aufgefordert werden, schildert die Verbraucherzentrale. Um dieser Zahlung zu entgehen, fordert der Absender dazu auf, sich mit E-Mail-Adresse und Passwort ins Paypal-Konto einzuloggen.

Klickt der Verbraucher auf den angegebenen Link, lande er jedoch auf der präparierten Betrüger-Webseite, die der offiziellen Paypal-Seite ähnele. Dort werden über die Eingabe die Kundendaten abgegriffen. Internetnutzer sollten nicht in Panik geraten, wenn sie eine offizielle Forderung mit Paypal-Signatur erhalten, raten die Verbraucherschützer.

Um solche Angriffe abzuwehren, muss der Kunde allerdings zahlen. Das Unternehmen bietet für einmalig 4,95 Euro einen Sicherheitscode an. Ein Gerät erzeugt dann immer für kurze Zeit eine sechsstellige Zahlenfolge, die der Nutzer beim Einloggen eingibt. Oder er lässt sich den Code auf sein Handy schicken. Abgefischte Daten seien dann für Angreifer wertlos.