Durch das Urteil des BGH festigt sich die Rechtslage für die Leser-Kommentare auf sueddeutsche.de. Eine Community ist keine freie Wildbahn. Deshalb heben wir die Regeln für eine Veröffentlichung von Leserkommentaren erneut hervor - und bitten Sie um Ihren Rat.
Nach einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes können Betreiber von Internetforen für ehrverletzende Äußerungen Dritter haftbar gemacht werden. Diese Entscheidung ist selbstverständlich auch für die Leserkommentare bei sueddeutsche.de relevant.
(© Bild: sde)
Anzeige
Bislang wurden hier alle Kommentare nach einer automatischen Prüfung der Vereinbarkeit mit den Allgemeinen Geschäfstbedingungen (AGB) veröffentlicht. Diese AGB haben alle Nutzer, die sich bei sueddeutsche.de registriert haben, bei ihrer Anmeldung grundsätzlich zugestimmt. Und nur angemeldete Nutzer können die Kommentarfunktion von sueddeutsche.de wahrnehmen. Zusätzlich dazu werden einlaufenden Kommentare von unseren Community-Managern stichpunktartig auf Einhaltung der Regeln geprüft. Vor allem, wenn wir auf "gepetzte" Kommentare stoßen, also auf Äußerungen, die uns von Lesern gemeldet werden.
Nach einer Anlauf- und Lernphase können wir feststellen, dass die weit überwiegende Mehrheit der Kommentare sich an die Regeln hält und dankenswerter Weise mit sachkundigen und klugen Einwürfen zu einer lebendigen Diskussion beiträgt.
Dafür danken wir allen Nutzern: Sie bereichern unser Angebot mit sachlichen Argumenten, konkreten Anregungen und nützlichen Hinweisen. Lesen Sie selbst! Die Mehrheit aller Leser-Kommentare belegt eine ausgeprägte Debattenkultur. Danke noch einmal dafür!
Neues Regelwerk
Dennoch gibt es Ausrutscher. Es sind wenige, aber - wie im wirklichen Leben auch - ein Stinker genügt, um ein Klima zu vergiften. Das muss nicht sein - und nach dem Urteil des BGH darf es auch nicht so sein, dass ehrverletzende Kommentare in unserem Angebot geduldet werden.
Deshalb hat sich die sueddeutsche.de-Redaktion entschlossen, ein zusätzliches, jederzeit abrufbares Regelwerk für die Veröffentlichung von Leser-Beiträgen zu entwerfen.
Weil uns die Meinung der Leser von sueddeutsche.de aber auch hierbei wichtig ist und weil wir denken, dass man eine "Netiquette" für sueddeutsche.de nicht ex cathedra verordnen kann, bitten wir Sie um Ihre Meinung und Anregung: Schreiben Sie uns, wie Sie die Kommentierung bislang erlebt haben! Sagen Sie uns aber auch, was Sie an den Kommentaren stört! Wie sollen wir mit Störern umgehen? Sollen wir sie gleich ganz ausschließen oder ein mehrstufiges Verfahren zur Abmahnung installieren?
Bitte petzen!
Außerdem bitten wir Sie um aktive Mithilfe: Wenn Ihnen ein Kommentar auffällt, der unsachlich, hetzerisch oder beleidigend ist, "petzen" Sie ihn. Das ist nicht ehrenrührig und hat auch nichts mit Blockwart-Mentalität zu tun. Bedenken Sie, dass "Trolle" auch Sie beleidigen, Diskussionen zerstören, die Freude am Austausch nehmen können. Natürlich prüfen wir anschließend, ob es einen sachlichen Grund gibt, solche gepetzten Kommentare herauszunehmen und gegen die Verfasser vorzugehen. Missliebige Meinungen und Andersdenkende sollten und müssen auch Sie ertragen können.
Wie gesagt: Jeder angemeldete Benutzer mit der Berechtigung, Kommentare zu schreiben, hat auch die Möglichkeit, uns auf Verfehlungen anderer aufmerksam zu machen. Nur so haben wir die Möglichkeit, mit Hilfe der Gemeinschaft für sachliche, dabei kontroverse Diskussionen auf sueddeutsche.de zu sorgen. Das wollen wir - nichts anderes.
(sueddeutsche.de)
Vor dem ESC-Finale in Aserbaidschan
Ich würde es einfach nur fair und nett ("nettiquette") finden, wenn Sie dem Absender -nach mehrmaliger Bitte- , erklären könnten, gegen welche Form oder Teil der AGB oder nettiquette er verstossen hat. Es ist schon ein sehr seltsames Gefühl, wenn ein schlichter Beitrag nicht veröffentlicht wird, und man weiss nicht warum. Das wäre auch eine Form des Anstands, einem zu erklären, was falsch war bzw. gewesen sein soll.
Vielen Dank für Ihre sehr nette Antwort.
ändere hier sehr, sehr gerne meine Meinung zu Ihrem Kommentar
den ich ja ursprünglich ziemlich kritisiert habe.
....und freue mich, daß sie hier eine der Wenigeren sind
die solche Auswüchse, wie sie hier z.T. öfters passieren / passierten
auch nicht für gut befinden
Meine Hochachtung! Stimme Ihnen zu 100% zu.
Inzwischen wird dieses Forum ja Gott sei Dank von Seiten der SZ-Red.
restriktiver (AGB) beurteilt. Wir sind ja hier alle nur biiteschön Gäste.
Das sollten wir nicht vergessen.
verbleibe mit herzlichem+versöhnlichen Gruß und bitte, seien sie mir nicht allzusehr böse
deswegen, daß ich Sie falsch beurteilt habe
Alles Gute!
Nur eines, ich selber hab dein "petzen" Knopf noch nie betaetigt. Ich denk nicht dass ich auf einem hohen Ross sitze wenn ich die Radikalisierung der Diskussionskultur beklage und "amerikanische" Verhaeltnisse (wie ich sie schmerzlich jeden Tag aufs neue am eingen Leib erfahre und in meinem Beitrag erwaehnt) auch in der deutschen Medienlandschaft befuerchte.
Die Kritik an den Kritiken, besonders die an Pinkelgate, bezog sich auf das staendige rumnoergeln an den Journalisten - eben selbst bei Pinkelgate mit der Vermutung dass die SZ in einer groesseren Verschwoerung involviert waere und/oder aus finanziellen Interesse gehandelt haette (der entsprechende Kommentar war 100% ernst gemeint).
Gerne gebe ich zu dass mein Kommentar selber bezueglich des Themas wohl eher unproduktiv war. Grundsaetzlich ging es mir darum, einfach mal meine Missachtung der staendigen, teilweise persoenlichen Angriffe gegen die Redakteure zum Ausdruck zu bringen.
Muss es zensiert werden,
wenn mich jemand "persönlich beleidigt" ?
Um mich beleidigen zu können,
muss man mindestens auf einer Stufe mit mir stehen.
Noch fand ich keinen.
Wohl gibt es Viele,
nur die beleidigen mich nicht.
Komisch.
Und wenn jemand so derb schreibselt,
dass es tatsächlich untragbar ist,
dann wird die Redaktion wohl auf allen Bildschirmen PetzPopUps sehen.....
.... ist ein gar schwierig Ding. Natürlich kann es auch in einemLeserbrief schlechterdings nicht angehen, dass jemand einen anderen in einer Weise tituliert, die auf der Strasse auch justitiabel wäre (Kinderschänder). Aufrufe zu Straftaten etc. fallen auch nicht unter Meinungsfreiheit.
Das Problem beginnt dort, wo Interpretationen möglich werden und/oder automatisch Keywords zur Selektion verwendet werden. So muss es zulässig sein, einen Altnazi auch so zu nennen, ohne dass der hintere Wortbestandteil zur Zensur veranlaßt. Mancher fühlt sich durch die Bezeichnung Krawattenträger beleidigt, ein anderer durch das Wort Milchbart.
Siehe, die Grenzen sind fließend und wenn man sich beleidigt sehen will, findet sich stets ein Weg.
Natürlich hat das erwähnte Urteil Auswirkung auch auf die Sueddeutsche.de und einer gewissen redaktionellen Begleitung des Leserkommtar-Aufkommens sollte man unbedingt das Wort sprechen - aber mit Gefühl bitte.
Gruß aus Hamburg
PS. Die Möglichkeit, seine Kommentare zu redigieren ist überflüssig wie der FCB in Hamburg, ich schreibe erst in Word, mache eine Rechtschreibkorrektur und kopiere hier hinein
Paging