Dank des Standards Docsis 3.0 lassen sich auf den Fernsehkabeln zudem auch fürs Internet in der Regel mehr Bits und Bytes durch die Leitungen schaufeln - bis zu 100 Megabit pro Sekunde können die Kabelanbieter heute schon in einigen Großstädten möglich machen; damit lässt sich ein Spielfilm in DVD-Qualität in fünf Minuten vollständig herunterladen.

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Doch wie soll man in dem ständig wachsenden Angebot von Digitalsendern, sei es über Kabel, über Satellit oder über Internetverbindungen, überhaupt noch den Überblick behalten? Das zu organisieren, haben sich Firmen wie Rovi vorgenommen. Meist dezent im Hintergrund liefert die US-Firma schon seit vielen Jahren die elektronischen Programmführer, die in Fernsehgeräten stecken oder aber auch in den kleinen Zusatzkästchen, die man stets für Satelliten- und oft für digitalen Kabelempfang braucht.

Doch mit deren tabellenartigem System wird man der Vielfalt der tausendundeins Kanäle nicht mehr gerecht. "Die Leute", sagt Charles Dawes von Rovi, "kommen von der Arbeit heim und wollen sich auf die Couch legen." Die Programmführer würden daher nicht mehr fest auf dem Gerät gespeichert, sondern als internetfähiges Programm. Dieses werde auf der Basis von Empfehlungen von Freunden und eigenen Sehgewohnheiten Vorschläge machen, was aus dem riesigen Programmangebot wo und wann läuft und den jeweiligen Zuschauer interessieren könnte. An diesem Projekt arbeite Rovi gerade mit den Großen der Branche. Ansonsten laufe man Gefahr, dass die Menschen angesichts der auf sie einströmenden Vielfalt "in Panik geraten und die Kanäle schauen, die sie immer geschaut haben".

Technik für alle

Zudem soll die elektronische Programmzeitschrift auch noch einfach zu handhaben sein. Deshalb wollen die beteiligten Firmen auch Techniken zur Vernetzung verwenden, die es bereits gibt, so etwa den Standard der Digital Living Network Alliance (DLNA).

Wie man die vielen Geräte im Haushalt sinnvoll und zugleich zusammenschaltet - auch das wird eines der wichtigen Themen in Berlin sein. Nach vielen Jahren der Ankündigungen wäre es ganz gut, wenn Lösungen zu sehen wären, für die man keinen Technikversteher im Haushalt braucht.

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  2. Sie lesen jetzt Highspeed im TV-Kabel
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(SZ vom 30.08.2010/leja)